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Leif Gunkel aus Fretter gewinnt 35. Silvesterlauf

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Das Führungstrio mit dem späteren Sieger Leif Gunkel (M.) aus Fretter. Foto: Westfälischer Anzeiger
Das Führungstrio mit dem späteren Sieger Leif Gunkel (M.) aus Fretter. © Westfälischer Anzeiger

Soest/Fretter. Gegen 14.15 Uhr standen am letzten Tag des Jahres die Sieger fest: Laura Hottenrott und Leif Gunkel sind die Gewinner des 35. Silvesterlaufs von Werl nach Soest. Für Leif Gunkel aus Fretter der bisher größte Erfolg seiner Karriere.

Während Vorjahressiegerin Hottenrott ihren Titel ohne große Mühe verteidigte, gab es in der Männerkonkurrenz das erwartet spannende Finish – und nach dem Zieleinlauf sogar mächtig Ärger zwischen den drei Podestläufern. Sieger wurde der 20-jährige Leif Gunkel. Der Fretteraner, ein „Kind“ des Ski-Clubs, startet inzwischen studienbedingt für die LG Olympia Dortmund.

Etwa 4000 Läufer fanden sich für die 15 Kilometer an der Stadthalle Werl ein. Schon 30 Minuten vor Beginn war der Startbereich voller Teilnehmer, die sich bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt warm machten. Bei den Herren ging es an der Spitze des Feldes eng zu. Recht früh bildete sich eine Dreier-Führungsgruppe aus dem Vorjahresdritten Robiel Weldemichael, Leif Gunkel von der LGO Dortmund und Dominik Fabianowski, dem Sieger der Jahre 2011 und 2013. Viermal versuchten Fabianowski und Weldemichael, das Tempo zu forcieren. Gunkel blieb dran und setzte 400 Meter vor dem Ziel die entscheidende Attacke. Seinem Endspurt konnten Fabianowski und Weldemichael nicht folgen, sodass der 20-Jährige in 47:40 Minuten den bisher größten Erfolg seiner Karriere feierte.

Weldemichael fing Fabianowski kurz vor der Ziellinie noch ab und sicherte sich Platz zwei. Für den Zieleinlauf interessierte sich aber schon Sekunden später niemand mehr. Fabianowski stürmte auf den Sieger zu, sagte ihm ein paar klare Worte. Sogar der Mittelfinger war kurz zu sehen. „Er hat nichts für das Rennen gemacht, sich die ganze Zeit ziehen lassen. Nur wenn eine Kamera auf uns gerichtet war, ist er nach vorne gestürmt, hat die Hände hochgerissen und ist uns in die Hacken gelaufen. Das war ein arrogantes Verhalten“, ließ Fabianowski Dampf ab: „Er ist ja noch ein junger Kerl und muss erst lernen, wie man sich verhält. Der Sieg hat einen bitteren Beigeschmack.“ Sein Zorn hielt bis zur Siegerehrung, bei der er Gunkel nicht gratulierte.

Dafür zeigte der Kritisierte kein Verständnis. Seine mangelnde Führungsarbeit schob er auf fehlendes Training.

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