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Vater und Sohn feiern „100. Geburtstag“: Einnahmen verdoppelt und gespendet

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Vater Alfons Habbel (60) und Sohn Achim (40) feierten ihren „100. Geburtstag“. © Friedhelm Tomba

Fretter. Es war eine ungewöhnliche Einladungskarte, die den Gästen der Party ins Haus flatterte. „Unser gemeinsamer hundertster Geburtstag ist kein Anlass zur Krise, sondern ein Grund zum Feiern.“

Große Überlegungen zu Geschenken waren nicht nötig. „Wir werden eine Spendenbox aufstellen.“ Die Idee zur außergewöhnlichen Feier kam von Alfons und Achim Habbel aus Fretter. Vater und Sohn feierten gemeinsam den „hundertsten Geburtstag“, aufgeteilt in 60 und 40 Jahren.

Im Landgasthof Schmitt-Degenhardt (Serkenrode) wurde ausgiebig und intensiv gefeiert und die Spendenbox war am Ende einer langen Nacht mit 2600 Euro mehr als gut gefüllt.

Wer das „Habbel Duo“ kennt, weiß, dass damit die Geschichte noch nicht zu Ende ist. Vater und Sohn, beide Gesellschafter und Geschäftsführer eines in Fretter ansässigen Unternehmens verdoppelten die Summe „aus eigener Tasche“ auf 5200 Euro. „Ich wohne jetzt 60 Jahre in Fretter und habe auch eine wunderschöne Kindheit und Jugend hier gehabt. Das gilt auch für meine Kinder. Ich bin froh, wenn ich dem Dorf etwas zurückgeben kann.“

Örtliche Sportvereine und Kinder- und Jugendarbeit profitieren 

Alfons Habbel war sich schnell mit seinem Sohn Achim einig: Der komplette Betrag geht zweckgebunden an die Kinder-und Jugendarbeit des Ortes. Pfarrgemeinderat, Sportverein, Skiclub und Feuerwehr können sich somit über jeweils 1300 Euro freuen. Ohne großes Aufsehen erhalten die zuständigen Vertreter der Gremien den Obolus für die Nachwuchsarbeit überreicht.

Achim Habbel hält eine Philosophie bereit, die im „Handbuch für Politiker“ einen Platzt finden sollte: „Es wird viel über Fachkräftemangel gesprochen. Eine gute örtliche Kinder und Jugendarbeit leistet nach unserer Ansicht hier einen wertvollen Beitrag für unsere Region. Das frühe Mitmachen und Mitarbeiten in Vereinen und Einrichtungen fördert Sozialverhalten und Bewusstsein, Teil einer Gemeinschaft zu sein, für die man mitverantwortlich ist.“

Die Idealisten aus dem Frettertal betonen auch, dass die Spende ebenso ein Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Trägern im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit des Heimatort sein soll.

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