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Heizkosten zu hoch?

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Bürgemeister Dietmar Heß (Mitte) begrüßte Dr. Georg Brune (links) und Gunter Stegemann im Finnentroper Rathaus.
Bürgemeister Dietmar Heß (Mitte) begrüßte Dr. Georg Brune (links) und Gunter Stegemann im Finnentroper Rathaus.

Die Gemeinde Finnentrop bietet in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW vom 1. Februar bis zum 31. März eine Thermografie- und Energieberatungsaktion an.

Der Energieverbrauch des Durchschnittshaushalts besteht zu knapp 80 Prozent aus Heizkosten. Ein Grund für den großen Umfang ist die schlechte Dämmung vieler Wohnsitze. „Die schlimmsten Häuser sind die aus den 50er-Jahren. In der Nachkriegszeit wurde sparsam gebaut“, sagt Dr. Georg Brune, Energieberater der Verbraucherzentrale Lennestadt. „Generell muss man auf alle Bauten achten, die vor dem Jahre 2000 errichtet wurden.“

Die größte Schwäche bei allen Anwesen, egal ob Alt- oder Neubau, sind die Fenster. Hier geht die meiste Wärme verloren. Solche Stellen, an denen mehr Wärme verloren geht, als an den umliegenden Bereichen, heißen Wärmebrücke. Diese werden während der Aktion mit Hilfe von Thermografiebildern ermittelt. Ein Thermograf interpretiert die Bilder. Dann vereinbart der Energieberater der Verbraucherzentrale NRW mit dem Besitzer des Hauses einen Beratungstermin, bei dem er die Thermografien erklärt und mögliche Sanierungsarbeiten vorschlägt. „Hierbei wird sich dem Budget und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Gut geplante, notwendige Sanierungsarbeiten können zu einer Senkung der Heizkosten führen. Durch eine gute Dämmung geht nicht mehr so viel Wärme verloren.“, so Brune.

Wichtig vor Aufnahme der Wärmebilder ist das Beheizen aller Räume. Sie sollten einheitlich auf mindestens 20 Grad erhitzt werden. Da die Aufnahmen meistens nachts oder in der Dämmerung gemacht werden, sollte auch die Nachtabsenkung der Heizung abgeschaltet und alle Roll- oder Fensterläden geöffnet werden. Ebenfalls muss der Garten zugänglich sein, da das Haus von allen Seiten fotografiert wird. Türen und Fenster sollten jedoch geschlossen sein.

Anmeldungen nehmen die Verbraucherzentrale Lennestadt (% 02723/7195720) und die Gemeinde Finnentrop (% 02721/512145, Ansprechpartner Gunter Stegemann) an. Da die Gemeinde auch über 50 Prozent der Kosten übernimmt, bleibt dem Eigentümer ein Restbetrag von 95 Euro. (Von Malin Sternberg)

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