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Innovativ wohnen

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Die Aussteller der Energiesparmesse informierten die Besucher am Wochenende ausführlich in und an der Bamenohler Schützenhalle.  Foto: Michaela Kleinsorge
Die Aussteller der Energiesparmesse informierten die Besucher am Wochenende ausführlich in und an der Bamenohler Schützenhalle. Foto: Michaela Kleinsorge

In Zeiten der Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten, die jährliche, nicht nachvollziehbare Gas-und Ölpreise präsentieren, ist es sicher sinnvoll über mehr Unabhängigkeit durch alternative Energieversorgungen oder Sanierungen beim Neu-oder Altbau nachzudenken. Hilfe in Immobilienfragen gab es am Wochenende in der Schützenhalle Bamenohl bei der 2. Finnentroper Energiesparmesse.

Seit der ersten Veranstaltung 2009 hat die Sparkasse Finnentrop sich das Ziel gesetzt, interessiertes Publikum zu erreichen und zu informieren. Carsten Sowa: "Ausschlaggebend war die erfolgreiche Energiesparmesse in Eslohe. Mit sechs Monaten Vorbereitungszeit und acht heimischen Betrieben konnten wir diese Idee auch in Bamenohl erfolgreich umsetzen."

Ein umfassendes Programm

Ob Alt-oder Neubau - vom Architekten bis zu den Zinsen blieben keine Fragen offen. Handwerk, Planungsstellen und die Sparkasse haben sich an einen Tisch gesetzt und die unterschiedlichen Problematiken der "Eigenen vier Wände" von A-Z unter die Lupe genommen.

Um der Leerstands- Problematik von sanierungsfälligen Altbauten im Sauerland entgegen zu wirken und geplanten Neubauten im Vorfeld das richtige Fundament zu bieten, wurden von der Architekten-Planung bis zum zinserträglichen Förderprogramm, die individuellen Möglichkeiten zusammen mit allen beteiligten Handwerkern erarbeitet und an diesem Wochenende vorgestellt.

Architekt Bertold Luke: "Der beste Weg zum Energie sparen, ist eine gute Beratung." Der staatlich geprüfte Bau-Gutachter startete die Vortragsreihe am Samstagmorgen in Fragen der Altbausanierung.

"Eine Investition, die sich lohnt"

Auch Privathaushalte kamen auf ihre Kosten und bekamen Unterstützung im Bus der EnergieAgentur NRW.

Franz-Josef Reuter: "Nach genauer Betrachtung sind die angebotenen Technologien für Solar oder Photovoltaik-Ausstattung in der Anschaffung teurer, auf längere Sicht gesehen eine Investition, die sich lohnt - allerdings zu Ungunsten der großen Stromlieferanten und der Bundesregierung, die eine Verlängerung des Atomstroms anstrebt und bei Umweltprodukten den Rotstift ansetzt."

Der Geschäftsführer der ausstellenden Firma iQma Energy wirkt verärgert, über die Doppelmoral beim Klima- und Umweltschutz und bemerkt noch: " Neue Technologien - neuer Arbeitsmarkt. Hier wird ein Potenzial an neuen Stellen zu Gunsten alter Verfahrenstechniken verschwendet, die sich langfristig nicht bewährt haben und erhebliche Nachteile für die Allgemeinheit bringe".

Die kompatible Heizungstechnologie wurde von der Firma Thiele vertreten, die ein allgemeines Interesse für Solarspeicher, Wärmepumpen und Heizkessel verbuchen konnte.

Ulla Bach vom Serkenroder Ofenstübchen hat die gemütlichen Wärmequellen für das Wohnzimmer und sogar Omas alten Küchenherd mit Ceranfeld im Programm - selbstverständlich mit Holzpellets zu betreiben und ein Sicherheitsfaktor für längere Stromausfälle.

Wilhelm Bach und Axel Ullrich vom Schornsteinfeger-Handwerk sprachen sich für die umweltneutrale Verbrennung von Holz im Kaminofen aus und Josef Mester von der Firma Mester Holzbau schwört auf natürliche Dämmstoffe beim Hausbau für ein gesundes Wohnklima. Die Firma Göllner aus Finnentrop präsentierte die neuesten Lösungen für Fenster und Türen in Metall oder Kunststofftechnik.

Tischlerei Geuecke hatte Argumente für Holzfenster und die Inneneinrichtung zu bieten.

Carsten Sowa, Initiator der Energiesparmesse und FBL Vorstandssekretär der Sparkasse Finnentrop, informierte mit seinem Team über Finanzierungen und Vergünstigungen bei den Förderkreditprogrammen, wenn bei Bau- oder Umbaumaßnahmen Handwerksbetriebe aus der Umgebung eingesetzt werden.

In Finnentrop und Ostentrop sind im Laufe des Jahres neue Baugebiete zu erwarten. Auskünfte erteilt die Gemeinde Finnentrop.

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