Zu Besuch in der Wendener Hütte

Internationaler Frauentreff Finnentrop erkundet Museum

Zahlreiche Informationen erhielten die Damen und Herren des Internationalen Frauentreffs Finnentrop bei der Besichtigung der Wendener Hütte.

Finnentrop – Die Wendener Hütte ist ein technisches Naturdenkmal von überregionaler Bedeutung, das schon 300 Jahre alt ist (1774 errichtet). Die Besucher können alle wichtigen Betriebseinheiten begehen: Das Rohstoffmagazin, den Möllerboden, die Gichtbühne, die Gießhalle, die Gräben und Teiche. Vier Wasserräder treiben die hölzernen Gebläse und Hämmer an.

Die Damen und Herren des Internationalen Frauentreffs Finnentrop begannen die Besichtigung im 2007 fertiggestellten Museum. Es ist mit dem benachbarten ehemaligen Dampfkesselhaus verbunden und bietet im Gewölbekeller Raum für die Cafeteria und im Obergeschoss Ausstellungsräume. Es gibt acht erhaltene historische Gebäude: einen Gewölbekeller aus dem 18. Jahrhundert, einen Pferdestall, eine Remise, ein sogenanntes neues Wohnhaus, ein Magazin von 1728, außerdem den zweistöckigen Möllerboden und das Gießhallengebäude mit dem Hochofen aus dem Jahre 1809, in dem eine Schmelztemperatur von 1600°C erreicht werden konnte. Diese zeigen den Weg des Eisenerzes über die Verhüttung zum Roheisen. 

Im Museum können im ersten Stockwerk in einer Dauerausstellung in der sogenannten Stahlhalle Beispiele für die Eisenverarbeitung vom Mittelalter bis heute angeschaut werden. Im Nebenraum können Dinge aus dem Leben der ehemaligen Hüttenbesitzer bestaunt werden. Der Fürstbischof von Köln erlaubte Peter und Johannes Ermert 1728 eine Eisenhütte zu betreiben, die in den 1740er Jahren in den Besitz der Familie Renzi überging. Die Wendener Hütte war Konkurrenz der Hütten im Siegerland, lieferte ihre Roheisen in Hammerwerke nach Altena und Ennepe, richtete ein Raffinierhammerwerk ein und lieferte die hochwertigen Stahlstäbe sogar bis Rotterdam. 

Aber der Bau der Eisenbahnlinie von Siegen durchs Lennetal beendete die Konkurrenzfähigkeit der Wendener Hütte. Im Jahr 1977/78 wurde die Hütte unter Dekmalschutz gestellt , nachdem ein Mitarbeiter des Landeskonservators auf dem Dachboden der ehemaligen Verwaltung das Hüttenarchiv gefunden hatte. 

Nach diesen zahlreichen interessanten Informationen erholte sich die Gruppe bei Kaffee und Kuchen im Gewölbekeller und dankte für die kompetente Führung.

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