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Konzert der Extraklasse

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Anlässlich des 775-jährigen Ortsjubiläums war Organist Peter Mack aus Münster (hier an der Klais-Orgel im Dom zu Münster) zu Gast an der Stockmann-Orgel der St. Mariä Himmelfahrt Kirche zu Schönholthausen.
Anlässlich des 775-jährigen Ortsjubiläums war Organist Peter Mack aus Münster (hier an der Klais-Orgel im Dom zu Münster) zu Gast an der Stockmann-Orgel der St. Mariä Himmelfahrt Kirche zu Schönholthausen.

„Equinox, die Tag-und-Nacht-Gleiche, bezeichnet den Tag im Jahr, an dem Tag und Nacht gleich lang sind.“ Mit diesen Worten begrüßte Norbert Siebert vom Heimatverein Schönholthausen die zahlreichen Zuhörer zu einem Konzert der Extraklasse.

Schönholthausen.

Anlässlich des 775-jährigen Ortsjubiläums war Organist Peter Mack aus Münster zu Gast an der Stockmann-Orgel der St. Mariä Himmelfahrt Kirche zu Schönholthausen.

Die Begegnung von Tag und Nacht, das Aufeinandertreffen von Gegensätzen war der Leitfaden zu einem beeindruckenden Konzert, das die Zuhörer gleich zu Beginn mitriss und ungewöhnliche, virtuos gespielte Klänge des norwegischen Komponisten Mons Leidvin Takle in dem Stück „Sarajevo“ zu Gehör brachte. Im Kontrast dazu stand das idyllische „Le Cynge“ von Camille Saint-Saëns.

Schwermütig und festlich

Im Verlauf des Abends erklangen selten im Konzert zu hörende Stücke. Neben dem „Prelude in Classic Style“ des amerikanischen Komponisten Gordon Young und dem „Cantabile 2“ von Enrico Pasini zählte das „Gammal fäbodpsalm fran Dalarna“ (Ein altes geistliches Hirtenlied aus Dalarna) von Oskar Lindberg zu den lyrisch-poetischen Höhepunkten, bei dem Mack die schwermütige Melodie des Psalms schön herausarbeitete.

Festlich erklang dann die Orgel in Georg Friedrich Händels „Einzug der Königin von Saba“, das in einer eigenen Orgelbearbeitung des Organisten erklang. Johann Sebastian Bachs berühmte „Toccata und Fuge d-Moll“ erfreute die Zuhörer durch eine mitreißende Interpretation. Zum Abschluss erklang noch einmal Musik des zu Beginn gehörten Norwegers Takle. „Power of Life“, das mit seinen schnellen Spielfiguren, komplexen Akkordstrukturen und polymetrischen Rhythmen nicht nur dem Organisten, sondern auch dem Instrument einiges abverlangte.

Die Zuschauer dankten mit langanhaltendem Applaus und zeigten sich beeindruckt, zu welchen Klängen „ihre“ Orgel fähig ist.

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