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Kraft des Wassers spüren

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Auf große Resonanz stieß die Besichtigung des Pumpspeicherwerks Rönkhausen.
Auf große Resonanz stieß die Besichtigung des Pumpspeicherwerks Rönkhausen.

Rönkhausen. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn die Kugelschieber geöffnet werden und die Wassermassen durch den 900 Meter langen Druckstollen vom Oberbecken in das rund 300 Meter tiefergelegene Unterbecken stürzen.

Die Kraft des Wassers konnten die Teilnehmer in den Tiefen des Pumpspeicherwerkes Rönkhausen hautnah spüren.

Auf gemeinsame Einladung der Gemeinde Finnentrop und des Gewerbevereins konnten Bürgermeister Dietmar Heß und der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, Christian Krummenerl, zahlreiche interessierte Gewerbetreibende und Vereinsmitglieder am Unterbecken begrüßen.

In zwei Gruppen informierten Hans-Walter Albers, Assetmanager Wasserkraft der Mark-E, und sein Vorgänger Werner Hune die Teilnehmer über die Arbeitsweise und Leistung des Pumpspeicher-werkes im Glingetal.

In Spitzenlastzeiten gehen innerhalb von zwei Minuten die Generatoren auf Höchstleistung und geben bis zu 140 Megawatt Leistung ins Netz ab. In Schwachlastzeiten werden bis zu 44.000 Liter Wasser pro Sekunde in das Oberbecken auf dem Dahlberg gepumpt.

Die rund 1 Mio. Kubikmeter Nutzungsvolumen entsprechen einem gespeicherten Energieinhalt von 690 Megawattstunden.

Der Betreiber Mark-E führt zurzeit umfangreiche Modernisierungsarbeiten durch, um das Kraftwerk fit für die Zu-kunft zu machen. Dennoch reichen die Speicherkapazitäten in dem sich rasch wandelnden Strommarkt mittelfristig nicht aus.

Planungen für neues Pumpspeicherwerk

Daher plant die Mark-E gemeinsamen mit den Grünwerken ein weiteres, etwa drei Mal so großes Pumpspeicherwerk mit einem Oberbecken auf dem Sorpeberg nahe Sundern-Wildewiese und einem Unterbecken im Ermecketal nahe Glinge. Die Planungen erläuterte Hilmar Lichte von der Mark-E bei dem anschließenden Abschluss im Hotel „Im Stillen Winkel“.

„Da ist vieles in Bewegung, was die Gemeinde Finnentrop bei der Energiewende voranbringen wird“, so resümierte Dirk Atteln vom Gewerbeverein die Erkenntnisse des Treffens, das zu anderen Themen eine Fortsetzung finden wird.

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