Vorhaben am Bahnhofsgelände, im Lennepark und bei Thyssenwiesen 

Umsetzung bis 2025 geplant: Lenneschiene 2.0 – Die Projekte

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Der Lennepark wurde im Zuge der Regionale 2013 errichtet. Dieser soll um ein gastronomisches Angebot und sanitäre Anlagen erweitert werden.

Finnentrop - Eine bessere Infrastruktur und mehr kulturelle und touristische Angebote: Für die Gemeinde Finnentrop gibt es klare Ziele. Diese sollen bis 2025 mit dem Förderprogramm „LenneSchiene 2.0“ umgesetzt werden, zumindest wenn es nach dem neuen Handlungskonzept geht.

Nachdem sich die Kommunen Schmallenberg, Lennestadt, Finnentrop, Plettenbreg, Werdohl, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und Iserlohn bereits 2008 für das Projekt „LenneSchiene 1.0“ zusammenschlossen, wird diese Kooperation als „2.0-Version“ jetzt fortgesetzt. Seit 2009 wurden, insbesondere durch die Strukturförderprogramme Regionale 2013 und LEADER, bauliche Vorhaben der teilnehmenden Städte finanziell bezuschusst. Daran knüpft das neue Projekt „Lenneschiene 2.0“ an. Im August 2016 haben sich die teilnehmenden Städte mit der Unterzeichnung des „Schmallenberger Abkommens“ dazu verpflichtet, sich inhaltlich, personell sowie finanziell an der Fortsetzung des Projekts zu beteiligen.

Damit ordnet sich das Vorhaben „Lenneschiene 2.0“ in die „Programmatik der Südwestfalen REGIONALE 2025“, wie es in einer Sitzungsvorlage heißt. Die (Bau-)Projekte konzentrieren sich vorwiegend auf die Handlungsfelder „Raum“, „Gesellschaft“ sowie „Wirtschaft und Arbeit“.

Zwei Planungsbüros wurden von den Kommunen beauftragt, bis zum Sommer ein interkommunales Handlungskonzept zur Fortentwicklung der Region auszuarbeiten. Noch während der Ausarbeitungsphase bekam die Region Südwestfalen den Zuschlag für die erneute Ausrichtung der REGIONALE 2025 – das Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein „glücklicher Zufall“, wie sich Ludwig Rasche (erster Beigeordneter) freute.

Für die Gemeinde Finnentrop gibt es drei Teilprojekte. Die Abschaffung des Bahnüberganges und der Errichtung des Lenneparks waren Teilprojekte der REGIONALE 2013. Bis 2025 soll die Bamenohler Straße (B236) in Kooperation mit Straßen NRW und der Gemeinde unter der Projektnamen „Provinzialstraße“ erneuert werden.

Abriss des Mettengebäudes im Fokus

Nördlich des Verbrauchermarktes Netto stehen zudem freie Flächen der ehemaligen Güterabfertigung zur Verfügung sowie weitere Flächen der Deutschen Bahn. Langfristig sollen dort neue Parkplätze entstehen. Von dem Netto-Parkplatz soll möglicherweise eine Rampe mit Anschluss an die Fußgängerbrücke errichtet werden. Das Bahnhofsgelände und der Lennepark wären so besser erreichbar.

Das Mettengebäude gegenüber des Bahnhofs soll bis 2025 abgerissen werden, um die „weitere Umgestaltung der Tallage“ anzutreiben, wie aus der Sitzungsvorlage des Haupt- und Finanzausschusses hervorgeht.

Für die Erweiterung des Lenneparks habe die Gemeinde laut Ludwig Rasche das „Stellwerk in den Blick“ genommen. Der Park werde „sehr gut angenommen, was das gastronomische Angebot angeht, ist aber noch Luft nach oben“. Zudem seien öffentliche Toilette geplant. Außerdem soll eine Fußgängerbrücke den Park mit dem Wohnbereich der Lennestraße verbinden. Mit der Erweiterung sollen weitere Altersgruppen angesprochen werden und die Aufenthaltsqualität gesteigert werden.

Die Schrebergartensiedlung nahe der Thyssenwiesen sei laut Gemeinde „nicht mehr strukturiert und wird nicht wie gewünscht gepflegt“. Eine Neustrukturierung und Modernisierung des Areals habe die Gemeinde im Einvernehmen mit den derzeitigen Pächtern ausgehandelt. Auch eine neue Organisationsform, die „den Gemeinsinn der Kleingärtner fördert“, sei der Ausschussvorlage nach denkbar.

Die abgerissene Fußgängerbrücke, die bislang eine Verbindung des Wohngebiets Fettweide/Rittberg und dem Schul- und Verwaltungsweg gewährleistete, wird neu errichtet.

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