Nach 152 Schuss 

Jan Lucas Bitter ist neuer König in Fretter 

Fretter - Die St.-Matthias-Schützenbruderschaft Fretter wird ab heute von dem 29-jährigen Jan Lucas Bitter regiert. Beinahe hätte der gebürtige Fretteraner die Chance auf seine Regentschaft verpasst.

Der Andrang unter der Vogelstange war in diesem Jahr besonders groß: Elf Anwärter nahmen zu Beginn den hölzernen Vogel ins Visier. Einige Runden später waren noch neun Aspiranten dabei, die um die Königswürde schossen.

Mit dem siebten Schuss fiel der Apfel (Christopher Lütke Brinkhaus), selbiger sicherte sich auch mit dem 17. Schuss das Zepter. Alexander Boerger bewies Treffsicherheit und entkronte mit dem elften Schuss den Vogel.

Bis zum 50. Schuss gaben sich die Titelanwärter treffsicher: Der Vogel minimierte sich zusehends, bewies sich bis zum Königsschuss aber als zäh.

Schützenfest in Fretter 2019

Ein Quantum mehr Glück als die Konkurrenz hatte letztlich Jan Lucas Bitter, als er mit dem 152. Schuss das letzte Stück Holz aus dem Kugelfang schoss. Bitter arbeitet als Programmierer bei Alfha, fährt leidenschaftlich gerne Mountainbike und ist seit einiger Zeit in Besitz eines Jagdscheins. Außerdem ist er Mitglied des Männerballetts „Rhythmusgötter“. Bis zur Königswürde hat es drei Jahre gebraucht: „Das ist mein dritter Versuch“, kommentiert er seinen Sieg. Und dieser wäre ihm beinahe entgangen. „Ich bin froh, dass ich überhaupt hier bin, weil ich Schützenfestsamstag schon verpasst habe. Wir haben eine Fähre auf Langeoog verpasst“, erklärt der 29-Jährige die widrigen Umstände. 

Die Idee, in diesem Jahr mit zu schießen kam ihm auf dem Heimweg. Er war zuvor einige Tage mit seiner Freundin im Urlaub. Letztere kommt ebenfalls aus Fretter, heißt Marie Christin Habbel und arbeitet – so wie ihr Freund – auch bei Alfha als Bürokauffrau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare