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Mühlentag an Pfingsten

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Das Kraftwerk Bamenohl, das auf den ersten Blick an eine römische Villa erinnert, wurde in den 20er Jahren erbaut und zu Beginn der 80er Jahre unter Denkmalschutz gestellt.
Das Kraftwerk Bamenohl, das auf den ersten Blick an eine römische Villa erinnert, wurde in den 20er Jahren erbaut und zu Beginn der 80er Jahre unter Denkmalschutz gestellt.

Der Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag, 24. Mai, ist in jedem Jahr für eingefleischte Technikfreunde und solche, die sich nur ein bisschen dafür interessieren, die Gelegenheit, in ganz Deutschland Mühlen und ähnliche Anla-gen zu besichtigen.

Die Teilnahme der Gemeinde Finnentrop an diesem Ereignis hat schon Tradition. In diesem Jahr dürfen die Besucher einen Blick in die folgenden Anlagen werfen: In der Knochenmühle in Fretter, an der Straße nach Schöndelt gelegen, hat sich eine in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus einmalige Anlage der Montanindustrie erhalten. Das gusseiserne Stampfwerk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, eine sogenannte. "Kalifornische Poche" zur Zerkleinerung von Erzen, wurde hier als Knochenmühle weiterverwendet.

In der "Alten Mühle" in Frettermühle können sich Besucher das historische Mühlengebäude mit seiner original erhaltenen und von der Familie Brill gepflegten Technik ansehen und bekommen sachkundige Antwort auf ihre Fragen. Bei gutem Wetter wird auch ein Zweitakt-Dieselmotor von 1934 vorgeführt, der früher dafür sorgte, dass die Anlage auch lief, wenn für das große Wasserrad zu wenig Wasser vorhanden war. Hier ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Das Kraftwerk Bamenohl

Das Kraftwerk Bamenohl (am Ortsausgang von Bamenohl in Richtung Grevenbrück gelegen), das auf den ersten Blick an eine römische Villa erinnert, wurde in den 20er Jahren erbaut und zu Beginn der 80er Jahre unter Denkmalschutz gestellt. Die Fensterrahmen im Obergeschoss des Gebäudes bestehen aus achtstrahligen Sternen; eine Form, die man damals bevorzugt im Kraftwerksbau verwendete. Sie symbolisiert Energie und Elektrizität. Das Kraftwerk ist zwar zur Zeit außer Betrieb; das Innere des Maschinenhauses mit seinen Stuckornamenten, schwarz-weißen Fliesen und der holzgetäfelten Decke kann aber dennoch besichtigt werden.

Alle Anlagen sind von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei! Da Parkplätze zu diesem Anlass etwas knapp sind, empfiehlt es sich - auf das Fahrrad umzusteigen, zumal beide Mühlen direkt am Radweg durch das Frettertal liegen, während des Kraftwerk Bamenohl unmittelbar an der Lenneroute zu finden ist.

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