Wo der Müllbach rauscht ...

Jetzt kommt sogar Kran zum Einsatz bei der illegalen Kippe

Finnentrop. (toby)

Neapel lässt grüßen: Im Niemandsland zwischen der Gemeinde Finnentrop und der Stadt Sundern herrschen italienische Verhältnisse. Das Müllchaos an der L 687, die von Rönkhausen über \"Hohe Lenscheid\" hinauf nach Wildwiese führt, erinnert an aktuelle Fernsehbilder aus der Stiefelrepublik. Der Rastplatz in einer scharfen Kehre lädt zum Verweilen ein. Ein rauschender Wildbach, zwei Mülltonnen und eine Wildschweinskulptur sind stumme Zeugen wahnsinniger Müllabladungen. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW ist für die Entsorgung der Mülltonnen zuständig. So weit, so schlecht: Diese Tonnen sind Anlaufpunkt illegaler Entsorgungsaktionen, wie Licht ziehen die grünen Behälter große \"Müllmotten\" an Rastplatz und Waldgebiet. Der Schwarze Peter befindet sich somit in den Händen der Gemeinde Finnentrop. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben alle Hände voll zu tun. Denn während das Land sich \"nur\" um die zwei Mülltonnen kümmert, durchkämmen die Wegearbeiter der Gemeinde Finnentrop in regelmäßigen Abständen das Waldgelände rund um den Parkplatz. Neben dem kleinen Wildbach ist ein regelrechter Müllfluss entstanden. Während das Land sporadische Mülltonnenleerungsaktionen durchführt, müssen die Männer und Frauen des Finnentroper Bauhofs ständig im Grenzgebiet anrücken, um die wilden Kippen im Wald mit Fahrzeugen zu entsorgen.

Am Freitag war es wieder so weit: Ein Transportfahrzeug (Dreitonner) wurde randvoll mit Müll aller Art beladen. Doch damit nicht genug: Um das Bachbett von Toilettenschüsseln, Betten, Kühlschränken und Co. zu säubern, kommt in den nächsten Wochen an der \"Staatsgrenze\" in Richtung Sundern ein Kranwagen zum Einsatz. Ärgerlich, aufwändig und teuer. Bürgermeister Dietmar Heß: \"Schlimm, die Gemeinschaft muss die Kosten für die unverständlichen Aktionen der Schmutzfinken bezahlen.\"

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