Jürgen Hennes und Elisabeth Nöker übernehmen Ehrenamt

Neue Schiedspersonen für die Gemeinde Finnentrop

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Die beiden neuen Schiedspersonen (v.r.) Jürgen Hennes und Elisabeth Nöker wurden von Eva Köper im Amtsgericht Lennestadt vereidigt. Ludwig Rasche gratulierte.

Finnentrop – Dort schlichten, wo in erster Linie noch kein Richter gebraucht wird – das ist die Aufgabe einer Schiedsperson. Gemeinsam mit den streitenden Parteien versucht eine Schiedsperson in den Strafsachen Hausfriedensbruch, Beleidigung, Verletzung des Briefgeheimnisses, Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung eine außergerichtliche Einigung zu finden, um eben die Gerichte zu entlasten.

Als neue Schiedspersonen wurde nun, nachdem sie vom Rat der Gemeinde Finnentrop gewählt wurden, Jürgen Hennes aus Bamenohl und Elisabeth Nöker aus Fretter von Eva Köper, Direktorin des Amtsgericht Lennestadt, in Selbigem vereidigt. 

Ludwig Rasche, Erster Beigeordneter der Gemeinde Finnentrop, erklärte zur Einordnung des Ehrenamtes, dass im Zeitraum von 2014 bis 2018 insgesamt 37 Schiedsverfahren behandelt wurden. „29 Fälle konnten ohne formelles Verfahren geklärt werden“, erläuterte er die erfolgreiche Amtszeit von Schiedsfrau Elisabeth Nöker und ihres Stellvertreters Günter Schneider. 

Mit Jürgen Hennes aus Bamenohl hat die Gemeinde nun einen Nachfolger für die 66-jährige Rentnerin gefunden, die das Ehrenamt mehr als fünf Jahre ausübte. Sie selbst tritt in die zweite Reihe zurück, bleibt Finnentrop aber als stellvertretende Schiedsperson erhalten. „Das ist zusammen eine super Konstellation“, befand Ludwig Rasche, „Elisabeth Nöker kann die Erfahrungen ihrer Amtszeit weitergeben und Jürgen Hennes hat den entsprechenden Background.“ 

Der 53-Jährige arbeitet nämlich als Bürovorsteher in der Anwalts- und Notarkanzlei „Felix Steinhoff & Kollegen“. Er will, „gerade da Ehrenämter häufig nicht mehr so gerne ausgeführt werden, ein Zeichen setzen, interessante Leute kennenlernen und natürlich helfen“. Nach anfänglicher Skepsis ist Elisabeth Nöker froh, das Ehrenamt seit 2014 bekleidet zu haben und es jetzt als Stellvertreterin weiterzuführen: „Es ist einfach befriedigend, wenn man zwischen den Parteien vermitteln kann und sich die Leute am Ende die Hand geben.“

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