Neues Angebot vor Ort

Sozialwerk St. Georg geht Kooperation mit der Gemeinde Finnentrop ein

Kooperation Gemeinde Finnentrop und Sozialwerk St. Georg
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Freuen sich über die Kooperation: (v.l.) Florian Stein, Markus Hesse, Achim Henkel und Pia Hirschhäuser.

In den eigenen vier Wänden selbständig leben und selbst für sich sorgen – das ist nicht für jeden Menschen möglich. Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen, geistigen Behinderungen oder anderen Schwierigkeiten haben Unterstützungsbedarf. Und damit sie diese Unterstützung auch bekommen, gibt es nun eine Kooperation zwischen der Gemeinde Finnentrop und dem Sozialwerk St. Georg. Jeden zweiten Montag im Monat findet im Bürgertreff am Rathaus eine Beratungsstunde statt.

Finnentrop - In einem Pressegespräch informierten Markus Hesse, Regionalleiter Sozialwerk St. Georg, Florian Stein, Fachleitung vor Ort, Pia Hirschhäuser, Sozialarbeiterin im Rathaus und Bürgermeister Achim Henkel über das neue Angebot.

Im Bürgertreff berät Florian Stein kostenlos Menschen zum Ambulant Betreuten Wohnen im Kreis Olpe. Es ist eine erste Anlaufstelle. Viele Interessenten kommen über „Zuweiser“, das heißt, sie werden von Psychologen, Kliniken, Suchtberatungen, Angehörigen oder Freunden auf die Beratung aufmerksam gemacht. In einem ersten Gespräch ermittelt Florian Stein den Bedarf an Unterstützung, findet heraus, wie er dem Menschen am besten helfen kann. Unterstützung ist beispielsweise möglich im Bereich Wohnen, bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, in Krisenzeiten, in der Gesundheitsfürsorge, im Umgang mit Behörden, bei der Freizeitgestaltung, bei der Erarbeitung einer Tagesstruktur oder im Umgang mit finanziellen Mitteln. Aber: „Wir übernehmen keine Tätigkeiten, wir unterstützen diese Menschen, damit sie wieder eigenständig leben können“, so Markus Hesse.

In welchem Umfang und wie die Unterstützung aussieht ist immer individuell auf den einzelnen Menschen abgestimmt. „Die Assistenz orientiert sich in erster Linie an den individuellen Zielen und Wünschen der jeweiligen Person“, erklärt Florian Stein. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen zum Beispiel bei der Bewältigung des Haushaltes und kümmern sich um Schwierigkeiten, die damit in Zusammenhang stehen.“

Ist die Hemmschwelle in die Beratung zu kommen zu hoch, sind auch Hausbesuche möglich. Betreut werden auch Menschen, die in einer Familie wohnen.

Ein Team aus zwölf Mitarbeitern mit unterschiedlichen Qualifikationen, vom Sozialarbeiter über den Heilpädagogen bis zur Ergotherapeutin, begleitet im Kreis Olpe 90 Klienten, vier davon aus der Gemeinde Finnentrop. Natürlich gebe es auch noch andere Organisationen, die Ambulant Betreutes Wohnen anbieten, aber die Dunkelziffer ist hoch, und Pia Hirschhäuser ist sicher, dass noch viel mehr Menschen vom Angebot profitieren könnten.

Einig sind sich die Verantwortlichen, dass der Bedarf steigt, nicht zuletzt wegen der besonderen Pandemie-Situation. Die neue Kooperation zwischen Gemeinde und Sozialwerk ist einmalig im Kreis Olpe, das Sozialwerk St. Georg bietet im Kreis Olpe ebenfalls Beratungen in Altenhundem und Olpe an, hier allerdings in eigenen Räumlichkeiten. „Wir sind froh, dass wir diese Räumlichkeiten anbieten können“, so Achim Henkel.

Information

Die Beratungen finden an jedem zweiten Montag im Monat von 14 bis 16 Uhr statt. Ort ist der Bürgertreff, rechts neben dem Haupteingang des Rathauses in Finnentrop.

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