Malteser ermöglichen Reise

800 Pilger in Rom – Menschen aus Kreis Olpe vertreten

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Gruppenfoto der Paderborner Pilgergruppe in den Vatikanischen Gärten.

Rom/Finnentrop/Lennestadt. 800 deutsche Pilger, darunter viele mit Behinderung sowie ihre Helfer, sind wieder aus Rom zurück. Dort waren sie eine Woche lang auf großer Pilgerfahrt mit den Maltesern im Vatikan und der italienischen Hauptstadt. Unter ihnen waren auch Ingrid Kersting mit ihrem Sohn Christian aus Finnentrop als Pilger und Stephan Schmidt aus Lennestadt als Helfer.

Christian Kersting (50) hat von Geburt an eine Spastik. Von dieser sind seine Arme und Beine besonders betroffen und er ist auf den Rollstuhl angewiesen. Auch bei der Nahrungsaufnahme ist er auf Unterstützung angewiesen. Und doch machte er das komplette siebentägige Programm mit. Dabei unterstützten ihm neben seiner Mutter Ingrid abwechselnd mehrere Malteser Helfer.

Es ist das „sich angenommen fühlen“, das Christian Kersting so gefällt, wenn er mit den Maltesern nach Rom pilgert. Dass eine solche Pilgerreise möglich ist, dafür sorgen Malteser Helfer wie Stephan Schmidt aus Lennestadt, der als Betreuer mit in Rom war.

„Es war eine Pilgerreise, die für Menschen mit Behinderung normalerweise kaum zu machen ist“, bilanziert Marion Freiin von Graes (Erzbistum Paderborn). „Aber unsere Helferinnen und Helfer haben ihnen Tag und Nacht zur Seite gestanden.“ Die zwölfte Malteser Wallfahrt nach Rom, die Menschen mit Behinderung eine Reise und einen Aufenthalt in der Ewigen Stadt überhaupt ermöglicht, stand unter dem Leitwort „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes heißen.“

Die mitgereisten Ärzte und Pfleger hatten keine größeren Probleme bei den Teilnehmern zwischen zwei und 98 Jahren zu behandeln. Untergebracht waren die Pilger 20 Kilometer außerhalb von Rom in einem von Salesianerinnen geführten Ordenshaus mit zum Teil behindertengerechten Unterkünften. Als Dank überreichte ein 61-jähriger Teilnehmer mit Handicap den Helfern ein Gedicht zum Abschluss der Fahrt. Darin betont er das Einfühlungsvermögen und das Verständnis der Betreuer und bedankt sich für die Würde, die den eingeschränkten Menschen entgegengebracht wird.

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