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Postboten versorgen Risikogruppen mit Lebensmitteln und Arznei

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Von: Mario Wurm

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Zustellerin Marita Grewe liefert auch in Corona-Zeiten stets freundlich die Post aus.
Zustellerin Marita Grewe liefert auch in Corona-Zeiten stets freundlich die Post aus.

Kreis Olpe/Finnentrop - Normalerweise liefern sie Bestellungen, Pakete und Briefe beim Kunden ab, aktuell jedoch sorgen sie auch zunehmend dafür, dass wichtige Arznei- und Lebensmittel an den Haustüren ankommen: die Sortierkräfte, Zusteller, Fahrer und Boten der Post.

Im Trubel der Masse von Geschäft zu Geschäft schlendern und sich in den Filialen vom fachkundigen Personal beraten lassen ist ein No-Go in Zeiten des Coronavirus. Dafür entdecken aktuell viele den Onlinehandel für sich. Auch (überlebens)wichtige Arznei- sowie Lebensmittel werden im Internet geordert, sodass Risikogruppen nicht aus dem Haus gehen müssen. 

Dafür, dass die bestellten Artikel auch pünktlich ankommen, sorgen die Sortierkräfte, Zusteller, Fahrer und Boten der Post. Sie werden nun, da sie normalerweise mit vielen verschiedenen Personen in Kontakt kommen, besonders geschützt. 

Zunächst sollen sie, wie auch alle anderen Menschen, darauf achten, die Anzahl der Begegnungen möglichst gering zu halten. Besonders dagegen ist, dass sie sich ihre Lieferungen bis auf Weiteres nicht mehr quittieren lassen müssen. „Statt die Pakete nun vom Kunden quittieren zu lassen, können wir sie selbst unterzeichnen“, erklärt Friedhelm Tomba, Teamleiter des Zustellstützpunktes in der Gemeinde Finnentrop. 

Rücksichtnahme und Verständnis

Richtig und wichtig sei für ihn, die Rücksichtnahme sowie das Verständnis der Leute für diese Änderung. „Wir legen die Post an den entsprechenden Stellen oder Haustüren ab, klingeln und vergewissern uns, dass sie dort in Empfang genommen wird“, berichtet Tomba, „so gehen wir sicher, dass wir uns und auch keine weiteren Personen gefährden.“ Wichtig sei hier aber vor allem, dass auch die Kunden beim Öffnen der Tür genügend Abstand zu den Zustellern halten. 

Sich selbst schützen die Boten mit kleinen Hilfsmitteln wie Handschuhen und Desinfektionsflüssigkeiten. Generell gelte auch hier die oberste Prämisse, möglichst jeglichen Kontakt zu vermeiden, um von dieser angespannten Zeit schnell wieder zur Normalität zurück zu kehren.

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