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Finnentroper Jugendbürgerpreis geht nach Rönkhausen

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Von: Hartmut Poggel

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Sandra Hermes und Dennis Poggel nahmen aus den Händen von Dietmar Heß den Jugendbürgerpreis 2015 entgegen.
Sandra Hermes und Dennis Poggel nahmen aus den Händen von Dietmar Heß den Jugendbürgerpreis 2015 entgegen.

Finnentrop. Waren es vor einem Jahr noch Jugendliche aus Fretter, die den „Jugendbürgerpreis“ der Gemeinde Finnentrop erhielten, so darf sich diesmal ein Quartett aus Rönkhausen über diese Auszeichnung freuen. Verliehen wurde der Preis für freiwilliges Engagement im sozial-gesellschaftlichen Bereich während des Neujahrsempfangs am Donnerstag Abend im Rathaus.

Zu diesem Empfang hieß Bürgermeister Dietmar Heß Vertreter der wichtigsten Gruppierungen aus der Gemeinde willkommen, für die musikalische Begleitung sorgte das Bläserensemble der Gesamtschule Finnentrop unter Leitung von Jochen Harnischmacher. Die Schule soll, so ein Ratsbeschluss auf Wunsch der „Schulmitwirkungsgremien“, zukünftig den Namen „Bigge-Lenne-Gesamtschule“ tragen.

Als Ehrengäste hatte die Verwaltung das Ehepaar Eyob Solomun und Mealat Yemane Hagos eingeladen: Die für die SG Wenden startenden Leichtathleten aus Eritrea leben seit einigen Jahren in Finnentrop und erzielten beim Silvesterlauf von Werl nach Soest herausragende Leistungen. Eyob Solomun gewann die 15 Kilometer in einer der schnellsten je gelaufenen Zeiten, sene Frau wurde Zweite in der Frauenwertung.

Edith Bress (20), Sandra Hermes (20) sowie die Brüder Dennis (19) und Dominik (17) Poggel haben sich den Jugendbürgerpreis durch ihren Einsatz für Kinder und Jugendliche verdient. Im Pater-Kilian-Heim wurde 2011, so erläuterte es Bürgermeister Heß in seiner Laudatio, das „time 4 U“ gegründet; seither stehen die Räume freitags von 19 bis 22 Uhr Kindern und Jugendlichen ab dem 5. Schuljahr zur Verfügung. „Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich an einem Ort zu treffen und gemeinsam Zeit zu verbringen“, so Heß. Und es sind vor allem die vier Preisträger, die dies organisieren. „Edith Bress, Sandra Hermes, Dominik Poggel und Dennis Poggel stellen einen Teil ihrer Freizeit zur Verfügung und bereichern auf diese Weise das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche in Rönkhausen.“ Wichtig sei dies naturgemäß vor allem für diejenigen, die aufgrund des Alters noch in ihrer Mobilität eingeschränkt seien. Neben einer Urkunde und einer kleinen Anerkennung wurde das ehrenamtliche Engagement auch durch einen Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde honoriert. An Ort und Stelle konnten dies am Donnerstag nur Sandra Hermes und Dennis Poggel vollziehen, die beiden anderen waren verhindert.

Rückblick auf das Jahr 2015

In seiner Neujahrsansprache hatte Dietmar Heß zuvor noch einmal die wichtigsten Themen und Ereignisse des Jahres 2015 – global wie lokal – in Erinnerung gerufen und kurz die wichtigsten kommunalen Arbeiten ins Gedächtnis gerufen. Dies waren neben der Integration von Flüchtlingen unter anderem die Eröffnung des Lenneparks, der Ausbau des Radwegenetzes, der Breitbandausbau und die Inbetriebnahme des Wasserwerks in Müllen.

Heß freute sich über die „ausgesprochen positive Grundstimmung“ in der Bevölkerung zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Dies werde auch 2016 ein „Sprint und Marathon zugleich“ werden, bei dem die Verwaltung „auf Sie alle“, auf das „ehrenamtliche Engagement“ der Bürger in der Gemeinde angewiesen sei. „Wir werden die Herausforderungen bewältigen, ,wir schaffen das‘, aber wir müssen das als gemeinschaftliche Aufgabe auch in unsere Gemeinde begreifen.“ 

Für das Ehepaar Eyob Solomun und Mealat Yemane Hagos gab es Blumen. Fotos: harpo
Für das Ehepaar Eyob Solomun und Mealat Yemane Hagos gab es Blumen. Fotos: harpo

Neben dem Thema Flüchtlinge stehen in diesem Jahr unter anderem die Anbindung des Lenneparks an die B 236, deren Umbau in der Ortsdurchfahrt Finnentrop, der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Finnentrop und die Erneuerung des Kunstrasen auf dem Sportplatz in Bamenohl auf der Agenda, ebenso die „über mehrere Jahre“ angelegte „Aufpolierung unseres Zentrums, insbesondere mit dem Schulcampus“.

Da der Abend „ausdrücklich für die Begegnung untereinander“ gedacht sei, lud der Herr des Rathauses anschließend zu Gesprächen bei Kaltgetränken und Würstchen.

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