Arbeiten bis Oktober – Anlage für die Öffentlichkeit gesperrt

Pumpspeicherkraftwerk in der Glinge wird gründlich saniert

Rönkhausen Sanierung Pumpspeicherkraftwerk
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Das Foto zeigt die Asphaltierungsarbeiten am Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks in der Glinge. Die Arbeiten sollen bis Oktober beendet sein. Foto: Mark E

Rönkhausen. Bis voraussichtlich Oktober wird am Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks (PSW) in der Glinge bei Rönkhausen gearbeitet. Bis dahin bleibt die Anlage für die Öffentlichkeit gesperrt. Das teilt das Energieunternehmen Mark E als Betreiber des Kraftwerkes mit. Für den „sicheren und wirtschaftlichen Weiterbetrieb“ sei nach fast 50 Jahren Betrieb ein umfangreiches Sanierungspaket erforderlich, so Mark E

Die Arbeiten umfassen die Instandsetzung der alten Abdichtung des Oberbeckens in einer Größe von ca. 100.000 Quadratmeter. Dazu wird das Oberbecken abgefräst und mit einer neuen Dichtung versehen. Ferner soll die Speicherkapazität um ca. 70.000 Kubikmeter, gleich 45 Megawattstunden (MW/h), durch Errichtung einer 1,20 Meter hohen Wellenschutzwand sowie Erhöhung der Überlaufschwelle am Unterbecken erhöht werden. Außerdem werden die beiden Maschinensätze „einer großen Revision“ unterzogen; was zuletzt 2003 der Fall war. Für diese Arbeiten bereits die Hauptkomponenten, Pumpturbinen und Kugelschieber, komplett demontiert und zur Werksüberholung nach Süddeutschland transportiert. 

Insgesamt belaufen sich die nun vorgesehenen Investitionen auf rund 25 Millionen Euro, die im Rahmen einer Projektfinanzierung bereitgestellt werden. Zielsetzung der Arbeiten ist der Weiterbetrieb des PSW bis zum Jahr 2045. Die Arbeiten sollen im Oktober beendet werden. Im Anschluss erfolgen die Wieder-Inbetriebnahme und der Probebetrieb. 

Das PSW Rönkhausen ist eines von zwei Pumpspeicherkraftwerken in Nordrhein-Westfalen. Es wurde im Zeitraum von 1965 bis 1968 errichtet und befindet sich seit 1969 im kommerziellen Betrieb. Das Kraftwerk verfügt über eine installierte Leistung von 140 Megawatt (MW), aufgeteilt auf zwei Pumpturbinen mit einer Leistung von jeweils 70 MW.. Die derzeitige Speicherkapazität des Oberbeckens beträgt rund 690 Megawattstunden (MW/h) und kann binnen fünf Stunden befüllt oder geleert werden. Durch die aktuellen Arbeiten erhöht sich nach Mitteilung von Mark E die Speicherkapazität auf 735 MW/h. 

Die ursprünglich 2018 auslaufende Betriebsgenehmigung für das Pumpspeicherwerk wurde von der Bezirksregierung Arnsberg bereits bis 2045 verlängert.

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