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"Riesen" besuchen Imker

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Hubert Wicker freute sich über den Besuch der Jungen und Mädchen des St.-Josef-Kindergartens und gab ihnen Einblick in sein Hobby.
Hubert Wicker freute sich über den Besuch der Jungen und Mädchen des St.-Josef-Kindergartens und gab ihnen Einblick in sein Hobby.

Jedes Jahr findet im Kindergarten St. Josef der "Waldkindergarten" statt. Dann verbringen die Kinder ein bis zwei Wochen in freier Natur.

Zur Zeit sind die Kinder mit ihren Erzieherinnen für zweieinhalb Wochen jeden Vormittage in einem Waldstück unterhalb des "Höchsten". Dort haben sie neben vielen anderen Aktivitäten aus Naturmaterialien ein Waldsofa gebaut, wo in gemütlicher Atmosphäre regelmäßig Geschichten vorgelesen werden.

An einem Tag sind die Eltern zum Stockbrotbacken eingeladen, und auch ein Besuch in einem Wildschweingehege steht auf dem Plan.

Ein besonderer Höhepunkt war für die Kinder der Besuch bei Hubert Wicker in Hülschotten. Der Imker gab den Kindern einen interessanten Einblick in sein Hobby.

Nachdem die Vorschulkinder, die "Riesen", des Heggener Kindergartens einem Bienenvolk aus nächster Nähe in einem gläsernen Bienenstock bei der Arbeit zuschauen konnten, zeigte Hubert Wicker, was die Bienen darin so alles produzieren und wie der Honig aus den Waben geschleudert wird. Natürlich durften die Kinder die leckere süße Masse auch gleich einmal kosten.

Bis Ende Juli/Anfang August hat der Imker jetzt allerhand zu tun. Er hat mehrere Bienenvölker, um die er sich kümmert. "Jedes Volk besteht aus 30.000 bis 60.000 Bienen", erklärt er, "und alle zwei bis vier Wochen sind die Waben in den Stöcken mit Honig gefüllt."

Dieser muss dann herausgeschleudert, gereinigt und in Eimer oder Gläser verpackt werden. "Junge Bienen haben Wachsdrüsen und produzieren das Wabengerüst - die älteren sind für die Produktion des Honigs verantwortlich", auch das lernten Kinder und Erzieherinnen am Dienstag bei ihrem Besuch in der Imkerei.

Und auch, dass eine Königin täglich bis zu dreitausend Eier legen kann, mehr als ihr eigenes Körpergewicht, und dass all diese Eier gleich sind. Erst die spezielle Fütterung der Larven entscheidet dann, ob aus den "Kinderstuben" eine Arbeitsbiene, eine Drohne oder gar eine neue Königin schlüpft.

Nach den vielen Informationen gab es für alle ein leckeres Brot - natürlich mit Honig bestrichen.

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