Seelenamt am 10. Februar in Maria Himmelfahrt

Pfarrer Franz Rinschen in Finnentrop verstorben

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Pfarrer Franz Rinschen, wie er sehr vielen Menschen in Erinnerung bleiben wird.

Schönholthausen/ Ostentrop. Pfarrer Franz Rinschen ist tot. Der beliebte Seelsorger verstarb am Mittwoch in Finnentrop.

Franz Rinschen wurde 1927 in Fürstenberg (nähe Höxter) geboren und zog nach der Entlassung aus Kriegsgefangenschaft nach Attendorn. Nach dem Abitur am Rivius-Gymnasium folgten Semester in Driburg und Freiburg. Am 21. März 1953 wurde Franz Rinschen von Lorenz Kardinal Jäger im Hohen Dom in Paderborn zum Priester geweiht. Als Vikar wirkte er danach in Klarholz, bevor er an die Berufsschule nach Hamm versetzt wurde. 1961 kehrte er als Seelsorger nach Attendorn zurück. 

Als im Jahr 1968 in Schönholthausen eine Pfarrstelle frei wurde, zog er mit seiner Schwester Josefine in das Pfarrhaus „Maria Himmelfahrt.“ Dort, aber auch in der Fialgemeinde St. Luzia Ostentrop und darüber hinaus, hat der Gottesmann bleibende Spuren hinterlassen. Pfarrer Rinschen hat sich nie verbiegen lassen. Bis zu seinem Tod hat er stets weltliches, aber auch kirchliches Geschehen kritisch hinterfragt. Sein Tun und Handeln spiegelt sich in einem Satz wieder, den er anlässlich seines Priesterjubiläums im Interview mit dem SauerlandKurier äußerte: „Den Bischöfen muss man auch mal klar sagen, was Sache ist, ich habe das immer getan. Nicht nur beten, sondern auch handeln.“ 

Franz Rinschen bei seiner Priesterweihe. 

Pfarrer Rinschen setzte sich auch im vorgerücktem Alter oft und gerne an den Computer. So verfasste er vor wenigen Monaten eine Art Lebensgeschichte über die Pfarrkirche Schönholthausen. Mit Elan setzte er sich für den Bau des Seniorenheims „Habbecker Heide“ ein, wo sein irdisches Leben am Mittwoch endete. Das Seelenamt für Pfarrer Franz Rinschen findet am Freitag, 10. Februar, um 15 Uhr in „seiner“ Maria-Himmelfahrt-Kirche in Schönholthausen statt. Anschließend wird er direkt neben der Sakristei beerdigt.

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