Stattlicher Spendenbetrag belohnt Strapazen des Adventskalenderlaufs

Sebastian Vollmers` Initiative erbringt 1500 Euro für Balthasar

Finnentrop-Rönkhausen Sebastian Vollmers Adventskalenderlauf 2020
+
Sebastian Vollmers (Mitte) und sein Bruder Fabian (rechts) sind nach der vorletzten Etappe über 23 Kilometer guter Dinge. Tenniskumpel Oliver Manz (links) aus Schwerte wirkt hingegen etwas erschöpft.

„Es war eine Mega-Erfahrung und die Idee hat Anklang gefunden“, sagt ein zufriedener Sebastian Vollmers. Seine Idee war es, einen Adventskalenderlauf vom 1. bis 24. Dezember mit einer Spendenaktion für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe zu verbinden. Drei Euro pro gelaufenem Kilometer hatte sich der Tennisspieler vom TV Rönkhausen als Erlös der Charity-Challenge erhofft – macht in Summe bei 300 gelaufenen Kilometern 900 Euro. Tatsächlich sind es aber sogar rund 1500 Euro geworden, die Vollmers jetzt zusammen mit einem noch zu erstellenden Fotobuch über den Adventslauf an die Olper Einrichtung übergeben will.

Rönkhausen – Die höhere Summe hat Vollmers seinem Laufkumpel Bartosz Walecki zu verdanken, der das täglich steigende Pensum von anfangs einem Kilometer bis zum 20-Kilometer-Lauf mitmachte, ehe er den Strapazen Tribut zollen und abbrechen musste. Walecki hatte bis dahin aber 210 Kilometer absolviert, sodass die Gesamtdistanz auf 510 Kilometer aufgestockt und weitere Spenden generiert werden konnten. „Bartosz hat sich jeden Tag die Laufschuhe geschmiert und ist mitgelaufen, so lange es ging“, zollt Vollmers seinem Kumpel Respekt.

Anfangs waren die Spenden der Mitglieder des TV Rönkhausen und weiterer Unterstützer nur schleppend auf Vollmers’ Konto eingegangen. „Doch von Adventssonntag zu Adventssonntag ist es mehr geworden“, freute sich der Lehrer aus Rönkhausen, dass seine wöchentlichen Laufblogs im Internet registriert wurden und halfen, die Spendenbereitschaft anzukurbeln.

Zum Abschluss am Heiligabend drehte Sebastian Vollmers – nach einer Gesamtlaufzeit von knapp 25,5 Stunden für die 300 Kilometer und noch völlig euphorisiert von der erfolgreich beendeten letzten Etappe – ein After-Run-Movie, in dem er sich für die sportliche und finanzielle Unterstützung bedankte. „Es waren so viele Leute dabei – die Königsetappe mit Freunden am Biggesee war so ein purer Genuss“, fasste Vollmers den sportlichen Part zusammen. Nach zwei Stunden und drei Minuten für die 24 Kilometer war er im Ziel.

Begonnen hatte die letzte Woche des Adventskalenderlaufs mit dem Halbmarathon, den Vollmers im 5-Minuten-Schnitt für die 21 Kilometer, also 1:45 Stunden, zurücklegte. Lehrerkollege Tim aus Siegen begleitete ihn am 22. Dezember auf der gefühlt härtesten Etappe, die nach 1:53 Stunden beendet war. Nur vier Minuten mehr brauchte Sebastian Vollmers, diesmal gemeinsam mit Bruder Fabian und Tenniskamerad Oliver Manz vom TC RW Schwerte, für die 23-Kilometer-Runde.

Dass er das stetig schwerer werdende Pensum so gut schaffte, überrascht Sebastian Vollmers auch jetzt noch mit dem Abstand von einigen Wochen: „Ich habe vorher nie mehr als drei Tage am Stück trainiert. Aber ich war wie im Tunnel“, trieb ihn der Ehrgeiz, die Herausforderung auch zu meistern, stets voran – auch als er seinem Körper längst eine Erholungsphase hätte gönnen müssen.

Der Erfolg seiner Adventsaktion hat Sebastian Vollmers ein bisschen stolz gemacht und ermutigt, über eine Wiederholung in dieser oder ähnlicher Form nachzudenken. Und ein guter Zweck, für den sich die Strapazen lohnen, wird sich bestimmt finden lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare