Rönkhauser ziehen wieder alle närrischen Register

„Sepp“ regiert die Jecken

Die originellsten Kostüme hatten Monika Wiebl, André Ermes und die „Schleudertussis“.

Rönkhausen. Michael II. (Vogt) wollte die Bühne der bis auf den letzten Platz gefüllten Schützenhalle gar nicht mehr verlassen, zu „toll“ war sein Prinzenjahr, wie er mit leicht angekratzter Stimme kundtat.

Doch auch für eine Rönkhauser Tollität kommt der Moment des Abschieds. Unter dem Jubel der Jecken führten Zeremonienmeister Thomas Gruß und die Garden Seine Tollität Prinz Karneval 2018, Sebastian I. (Poggel) auf die prächtig geschmückte Hallenbühne. Prinz „Sepp“, so sein Spitzname, ist 23 Jahre jung und dem Karneval in Rönkhausen seit Kindertagen verbunden. Von 2001 bis 2005 war er in der Kindergarde aktiv, 2006 auch Kinderprinz. Und seit 2011 ist Prinz Sebastian I. Kommandant der Prinzengarde. Von Beruf ist „Sepp“ Bankkaufmann.

Neben dem Spaß an der Freud‘ zählt er die St.-Antonius-Schützenbruderschaft Rönkhausen, dort ist er Beisitzer im Vorstand, den Kegelclub „SonNenBrand“ sowie Musik (Gitarrist und Drummer) zu seinen Hobbys. Er tritt damit außerdem in die Fußstapfen von Michael, der 2001 als in „Rönksenland“ regierte.

Prinz Sebastian I. (Poggel) und Kinderprinz Max I. (Braunsdorf) regieren das närrische Volk in Rönk‘sen.

Tags zuvor proklamierte der närrische Nachwuchs seinen Prinzen und Nachfolger von Fynn I. (Hoheiser): Max I. (Braunsdorf) aus Lenhausen heißt der Kinderprinz 2018. Max ist zehn Jahre alt und komplettiert die Regentschaft der Familie, denn Stephan und Anja Braunsdorf regieren als Schützenkönigspaar 2017 die St.-Anna-Schützenbruderschaft und als aktuelles Prinzenpaar 2018 auch den Lenhauser Carnevals-Club (LCC).

Verabschiedete sich Prinz Michael II. schon musikalisch auf der „Quetsche“ von seinen Untertanen, so tat es ihm sein Nachfolger gleich und verkündete unter dem Jubel der Partygäste sein Programm mit Gitarrenbegleitung.

Rönksen machte seinem Ruf als Karnevalshochburg erneut alle Ehre. „Karneval von Rönkhausern für Rönkhauser“ stand auch diesmal als inoffizielles Motto über der 55. Prunksitzung.

129 Narren beteiligten sich übrigens am beliebten Prinzentipp, 9 Tipper hatten Sebastian I. auf dem Zettel, und Kinderprinz Max I. bescherte Silke Hoheiser das ausgelobte „Festpaket“.

Verkleiden lohnt sich in Rönkhausen, denn die originellsten Kostüme werden prämiert. Als beste Gruppe wurden die „Schleudertussis“ ausgewählt, das schönste Frauenkostüm trug Monika Wiebl, bei den Männern setzte sich unangefochten André Ermes als Clown aus Stephen Kings „Es“ durch. Als Jubelprinzen wurden Rainhard Vollmert (25 Jahre) und Johannes Hasenau (40 Jahre) geehrt.

Nachdem Bürgermeister Dietmar Heß den Rathausschlüssel übergeben hatte, ließen es die Jecken so richtig krachen. Tänze der Rönkhauser Garden – von den Minis bis zur Prinzengarde –, und Showtanzgruppen, verschiedene Text- und Liedbeiträge, darunter eine gepfefferte Büttenrede des „Twersen Lümmel“ alias Christian Höffer aus Attendorn sowie Stimmungs- und Schunkellieder für die Jecken im Saale sorgten für närrische Stimmung bis in die späte Nacht.

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