Talentshow "Das Supertalent" als Karrieresprungbrett 

Emil Kusmirek - der Multitasker 

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Emil Kusmirek mit seiner Tanzpartnerin Katja Kalugina. 

Bamenohl. Emil Kusmirek erarbeitete sich in den letzten zehn Jahren seinen Ruf als Profitänzer. Seit seinem fünften Lebensjahr feilt er an seinem Traum. 

In einer kleinen Ballettschule in Polen begann die Karriere von Emil Kusmirek, damals zarte fünf Jahre alt. Damit legte er den Grundstein für eine klassische Ballettausbildung, die auf sein Abitur folgte. Ersten Ruhm errang er durch die Teilnahme an einer polnisches Talentshow, er tanzte sich bis ins Finale. Nur wenig später wurden die Produzenten des deutschen Pendants „Das Supertalent“ auf den Sportler aufmerksam.

2012 nahm er erstmalig – es folgten zwei weitere Teilnahmen – an der deutschen Talentshow teil. Damals reichte es „nur“ für Platz 7. „Bis zur Show wusste ich gar nicht worauf ich mich einlasse. Zwar kannte ich Dieter Bohlen, aber eher unter dem Namen „Modern Talking“, sagt Kusmirek und lacht. Ebendieser lud ihn für die 2015-er Staffel erneut ein. Nur ein Jahr später stand er für die nächste Supertalent-Staffel auf der Bühne – voraussichtlich zum letzten Mal. 

Tanzen wird zum Hauptberuf 

Deutschland wurde zu seinem neuen Zuhause - der Liebe wegen zog er ins Sauerland. „Mein damaliger Ex-Freund lebte in Attendorn. Die Gegend gefiel mir sehr gut und da war mir klar: ‚hier bleibe ich‘.“ Nachdem der Rummel um seine Teilnahme an den Castingshows abebbte, sollte das Tanzen keineswegs „nur ein zweites Standbein“ sein. Von einem Job als Tanzlehrer träumte er schon lange. Sein verwirklichter Traum steht mittlerweile in Bamenohl und heißt „Studio Energy“. In seinem eigenen Studio lehrt er alle Tanzrichtungen – von Hip-Hop über Contemporary bis hin zu Zumba-Kursen. Unterstützt wird er von einem fünfköpfigen Team aus erfahrenen Trainern.

Das Business ist schnelllebig und stressig 

Ganz nebenbei leitet er seit einem Jahr eine Tanzagentur. „Ich vermittle die besten Tänzer und Choreographen für Shows.“ Manager namhafter Sänger buchen ihn für Veranstaltungen. Zuletzt arbeitete er für „The Dome“ mit der Londoner Sängerin Anne-Marie zusammen. „Meine Kunden sind einzigartig und besonders, der Druck ist groß.“ Teilweise bekomme er einen Tag vor der Show einen Anruf, dass Tänzer und eine entsprechende Choreografie gebraucht würden. „Das ist manchmal alles sehr stressig. Den Papierkram übernimmt mein Team, aber auch meine beste Freundin Steffi unterstützt mich unwahrscheinlich.“ Für die aktuelle Let‘s Dance Staffel fährt er fast täglich nach Köln und wirkt an den Tänzer einiger der Teilnehmer mit. Klingt nach einem vollen Terminkalender und wenig Freizeit. Das spielt für Emil Kusmirek allerdings eine untergeordnete Rolle „ich liebe meinen Job einfach“, so der Herzblut-Tänzer.

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