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Täglich frisches Obst für die Schüler

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Die Kinder nehmen das tägliche Angebot von frischem Obst und Gemüse gerne an.
Die Kinder nehmen das tägliche Angebot von frischem Obst und Gemüse gerne an.

Die Kinder der katholischen Grundschule Lennetal in Rönkhausen sind enttäuscht. Hatten sie doch so sehr gehofft, dass auch sie zu den Schulen zählen würden, die von der EU und dem Land NRW täglich mit frischem Obst und Gemüse beliefert würden. Doch leider haben die Kriterien für die kleine Schule am Rande des Kreises Olpe im Auswahlverfahren aus unerklärlichen Gründen nicht ausgereicht.

Es ist 8.45 Uhr. Zwei Mütter betreten das Schulgebäude. Zielgerichtet gehen sie in den Keller und wählen dort aus einem Vorratsangebot an diesem Morgen Äpfel, Bananen, Apfelsinen, Möhren, Paprika und Kohlrabi aus. In einem Nachbarraum wird das Obst und Gemüse gewaschen und portionsgerecht zu "Fingerfood" verarbeitet. Auf bereitgestellten Tellern wird alles "fürs Auge" angerichtet. "Wir versuchen die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen", sagt eine Mutter, "denn nicht in jeder Klasse werden Bananen oder auch Kohlrabis gegessen. Manche Klassen brauchen auch zwei Obstteller, da die Klassengröße so stark ist."

Kurz vor der Frühstückspause steht alles bereit, und schon treffen die ersten Kinder ein, die ihren Teller für die Klasse abholen wollen. Im Klassenraum stellt die Verteilung des Obst- und Gemüseangebots keine Probleme dar. Bereits im Vorfeld wurde durch verschiedene Projekte wie "Gesund und fit" oder auch den "Ernährungsführerschein" der richtige Umgang mit Nahrungsmitteln trainiert.

Die Kinder nehmen das tägliche Angebot gerne an. "Jetzt braucht mir Mama keinen Apfel mehr einzupacken. Den erhalte ich ja sowieso", sagt ein Kind aus der 3. Klasse und greift sich zwei Apfelscheiben. Die Schulleiterin erklärt, dass diese Aktion vor gut einem halben Jahr durch Elterninitiative ins Leben gerufen worden ist. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und viel organisatorischem Engagement läuft alles jetzt reibungslos. Doch leider gehen der Schule jetzt allmählich die finanziellen Mittel aus. "Es fehlen auf Dauer die Sponsoren und viele Eltern können es sich nicht leisten, jeden Monat einen Betrag für die gesunde Ernährung ihrer Kinder beizusteuern. Wir haben so sehr auf die Unterstützung der EU gehofft und in einem Antrag wirklich alles erwähnt, was wir bereits machen. Doch die genauen Gründe für die Ablehnung konnten wir in einem Gespräch mit dem Ministerium nicht erfahren. Daher hoffen wir weiterhin auf die Unterstützung der hier angesiedelten Firmen, damit ein so wichtiges Projekt zum Wohle unserer Kinder nicht stirbt."

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