Gemeinde Finnentrop vergibt „Umweltschutzpreis 2020“

Vier kreative Projekte für den Umweltschutz ausgezeichnet

Umweltschutzpreis 2020 Gemeinde Finnentrop Verleihung Projekte Auszeichnung Urkunde
+
Erhielten den „Umweltschutzpreis 2020“ der Gemeinde Finnentrop: Schulleiter Thorsten Vietor und Jan Plinke (Bigge-Lenne-Gesamtschule), Emre Arik (v.R.v.l.), Patrick Bicher (Leiter Kindergarten Rönkhausen) und Ruth Schulte (Leiterin Familienzentrum Panama) (m.R.v.l.).

Bereits zum sechzehnten Mal vergibt Finnentrop den „Umweltschutzpreis“ für Leistungen, die zur Verbesserung der Umweltbedingungen in der Gemeinde beitragen. Der „Umweltschutzpreis 2020“ ist viermal vergeben worden.

Finnentrop - „Wir waren positiv überrascht über die ganz vielen eingegangenen Konzepte“, berichtet Finnentrops Bürgermeister Achim Henkel bei der Preisverleihung des „Umweltschutzpreises 2020“, der bereits zum sechzehnten Mal von der Gemeinde vergeben wurde. Gefragt waren konkrete Aktivitäten zum Natur- und Umweltschutz. Die Kommission, bestehend aus Bürgermeister Achim Henkel, Brigitte Kümhof (Fachkraft für Umweltschutz), Ulrich Hilleke (Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Wohnen), Burkhard Hömberg (Vorsitzender des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses) und Johannes Paus (Vertreter der Gelsenwasser AG), hatte die schwierige Aufgabe aus 20 eingegangenen Konzepten die Preisträger zu wählen. „Von Fotomappen über Präsentationen bis hin zu Filmen war alles dabei. Man hat gemerkt, was für große Arbeit in die Konzepte gesteckt wurde“, erzählt Achim Henkel.

„Es ist toll zu sehen, wie kreativ und hoch das Engagement der Teilnehmer war“, sagt Johannes Paus, Mitglied des Beteiligungsmanagements der Gelsenwasser AG, die das Preisgeld von insgesamt 1000 Euro stellte. Er sei froh gewesen, ein Mitglied der Wertungskommission gewesen zu sein.

„Der Umweltschutzpreis wird für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Einsparung von Energie und zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen in der Gemeinde Finnentrop beitragen“, erklärt Bürgermeister Henkel das bewährte Konzept. Jedoch musste die Verleihung aufgrund der Corona-Pandemie in einem anderen Rahmen als gewohnt stattfinden.

Achim Henkel dazu: „Es ist wirklich schade, dass wir nicht zusammen mit den beteiligten Kindern und bei Kaffee und Kuchen die Leistungen würdigen können. Aber wir haben die Verleihung lange aufgeschoben, weil wir hofften. Alle Teilnehmer des Wettbewerbs wurden bereits Ende letzten Jahres benachrichtigt, wobei den Gewinnern auch die Höhe des Preisgeldes mitgeteilt wurde. Sie wurden jedoch gebeten, damit noch nicht an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch anders, als in kleinem Rahmen, lässt sich die Verleihung nicht in absehbarer Zeit darstellen. Wir wollten die Preisträger deswegen nicht noch länger warten lassen.“

2. Preis für das Familienzentrum „Panama“

Über einen 2. Preis und 200 Euro konnte sich das Familienzentrum Panama in Bamenohl freuen. „Es waren nur kleine Ideen, die wertvolle Aktionen hervorgebracht und das Umweltbewusstsein der Kinder verändert haben“, sagt Ruth Schulte, Leiterin des Familienzentrums. Umweltbewusste Erziehung sei seit Langem bereits Alltag im Familienzentrum. Den Preis gab es für das Projekt „Insektenforscher“, das mit Marienkäfern begann und vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) unterstützt wird.

Kindergarten St. Antonius Rönkhausen setzt auf Stoffhandtücher

Für ein Handtuch-Projekt im Rahmen von „Liebe Welt, wir möchten, dass es dir gut geht“, erhielt der katholische Kindergarten St. Antonius Eins aus Rönkhausen ebenfalls einen 2. Preis mit 200 Euro. Stoffhandtücher ersetzen im Kindergarten die Papiertücher.

„Es ist zwar eine Menge Arbeit, da die Handtücher gewaschen und gefaltet werden müssen. Wir haben insgesamt zwei Wäschekörbe voll, doch vorher einen Berg von Müll. Da musste einfach eine andere Idee her“, erzählt Patrick Bicher, Leiter des Kindergartens. Zudem sei die Bewerbung etwas „ganz anderes“ gewesen, wie Achim Henkel berichtet. Der Kindergarten habe einen fünfminütigen Film eingereicht.

Klasse 9b der Bigge-Lenne-Gesamtschule ausgezeichnet

Einen der ersten Preise und 300 Euro erhielt die Klasse 9b der Bigge-Lenne-Gesamtschule (BLG) für Projektarbeiten zu den Themen „Börkenkäfer“, „Müll im Meer“, „Umweltverschmutzung“, „Massentierhaltung“ und „Vor und während Corona“.

Beim Projekt zur Massentierhaltung haben sich die Schüler in die Lage der Tiere versetzt und sich zwischen Tischen eingesperrt, um den geringen Lebensraum nachzuempfinden. Die Ideen für die verschiedenen Projekte lieferten die Schüler selbst, wie Projektleiter Jan Plinke berichtet.

Abiturient Emre Arik erhält 1. Preis

Der 18-jährige Abiturient Emre Arik erhielt für sein außergewöhnliches Projekt „Untersuchung der Auswirkungen von Tabakasche auf das Wachstum von Poa pratensis“ im Rahmen von „Jugend forscht“ ebenfalls den ersten Preis und 300 Euro. „Eine wahre wissenschaftliche Arbeit“, berichtet Brigitte Kümhof von der Einreichung von Emre Arik.

Außerdem hob sein Forschungsprojekt „sich ab“. Untersuchungsobjekt vom 18-Jährigen waren die Auswirkungen des Rauchens auf Mensch, Klima und Umwelt und der pflanzliche Organismus von Poa pratensis (Wiesen Rispengras).

Auf die Idee war Emre Arik gekommen, da jeder einen Raucher in seinem Bekannten- oder Freundeskreis kennen würde und jeder die Zigarettenstummel in der Umwelt herumliegen sähe. Zudem sei das Wiesen Rispengras leicht zu züchten und das am häufigsten verbreitete Gras in Europa. „Ich hätte eigentlich gern weitergemacht“, gibt Emre Arik zu. Doch durch den Lockdown hätte er keine Möglichkeit mehr dazu gehabt.

Bei seinem Projekt fand er heraus, dass die Tabakasche beim Rispengras eine geringere Wachstumsgeschwindigkeit und Keimungsrate verursachte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare