Nach geplatztem Deal werden 4000 Stellen abgebaut 

Unabhängig von Joint Venture zwischen Thyssen und Tata: Stellenabbau war sicher

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Mehr als 150 Jahre gibt es den Stahlstandort Finnentrop.

Finnentrop. Die schwächere Konjunktur und die geplatzte Stahlfusion mit Tata-Steel seien keine Gründe für den massiven Stellenabbau bei Thyssen-Krupp-Steel. Das machte jetzt André Arenz (IGM Kreis Olpe) auf Nachfrage des Sauerlandkurier deutlich.

Auch unter dem geplanten Joint Venture in der Stahlsparte mit dem indischen Unternehmen „wären 2000 Stellen gestrichen worden“, weiß Arenz über den Strategiewechsel des Riesens. Dieser Abbau wäre beim Zustandekommen sozialverträglich – ohne Kündigungen – abgelaufen. Grund sei eine wirtschaftliche Restrukturierung.

„Da die EU-Kommission den Zusammenschluss nicht genehmigt hat“ so André Arenz, sei der Deal abgesagt worden.

Hinter dem Stellenabbau von 4000 Arbeitsplätzen in Deutschland, stecke mehr als das geplatzte Joint Venture. Zeitgleich sei die Spaltung des Konzerns in zwei Einzelkonzerne hinfällig, denn die Kooperation mit Tata-Steel sei eine wichtige Voraussetzung für die Aufsplittung gewesen.

„Natürlich steht (die Niederlassung A. d. Red.) Finnentrop auch unter Druck“, sagt der politische Sekretär der IGM Kreis Olpe. Bis Ende dieses Jahres seien die Jobs sicher, betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. „Die IG Metall setzt sich natürlich für Job-Garantien über dieses Zeitpunkt hinaus ein“, betont Arenz und schätzt das Risiko für einen Stellenabbau in Finnentrop als gering ein.

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