Dramatische Lage im Frettertal

Unwetter im Kreis Olpe: Einsatzschwerpunkt im Raum Finnentrop

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Der anhaltende Regen hat im Frettertal zu Überschwemmungen geführt.

Der ergiebige Dauerregen der vergangenen zwölf Stunden hat für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Sauerland gesorgt. Ein Einsatzschwerpunkt im Kreis Olpe ist das Frettertal. Hier sind die Feuerwehrleute seit den frühen Morgenstunden im Einsatz.

Serkenrode/Fretter - Um 4.20 Uhr trafen die ersten Notrufe ein. „Zunächst ging es um vollgelaufene Keller in Serkenrode und Fretter“: Die Feuerwehr-Sprecher Uwe Menzebach und Tobias Hilgering versuchen vor Ort den „Ameisenhaufen“ an Feuerwehren und THW-Einsatzkräften im Blick zu behalten.

„Bis auf die Einheiten aus Bamenohl und Heggen wurde alle Wehren aus der Gemeinde Finnentrop in das obere Frettertal gerufen. Besonders betroffen sind die Ortschaften Serkenrode und Fretter, aber auch im Glingetal strömt das Wasser in die Häuser“, erklären Menzebach und Hilgering. 60 Feuerwehrmänner und sechs Helfer des DRK wurden in Serkenrode zusammengezogen.

Unwetter im Kreis Olpe: Dramatische Lage im Frettertal

Um 10.45 Uhr reicht das nicht mehr aus: „Mehr als 50 Mitglieder des THW verstärken uns und werden mit Sandsäcken die Häuser schützen.“ Rund 70 Liter Regen prasselten innerhalb von zwölf Stunden auf das Frettertal hinab, neben zahlreichen Privatwohnungen gilt es nach wie vor eine Schreinerei sowie ein Lebensmittelgeschäft in Fretter zu schützen. Der Fretterbach, der im Vorjahr vollkommen ausgetrocknet war, kann die Massen an Wasser nicht mehr halten.

Feuerwehr-Sprecher Uwe Menzebach vor dem Fretterbach, der an vielen Stellen über die Ufer getreten ist.

Auch die teilweise verstopften Gullys nehmen kein Wasser mehr auf. „Es kam durch die Terrassentür und hörte nicht mehr auf. Das haben wir noch nicht erlebt. Der Fretterbach kam über eine Wiese direkt ins Haus“: Fassungslos schaut ein betroffener Hausbesitzer auf das, was einmal ein Wohnzimmer war. „Schlimm, es wird weiter regnen und das Wasser kann nicht ablaufen.“ Der Einsatz dauert weiter an. 

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