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Visuelles Klangerlebnis

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Die Festhalle in Finnentrop erstrahlte im Licht- und Farbenmeer.
Die Festhalle in Finnentrop erstrahlte im Licht- und Farbenmeer.

Für die Tribute Band "Echoes" gelang der Tour-Auftakt in der Finnentroper Festhalle in einer dreistündigen Mammut-Show mit Bravour.

Band-Motto: "2010 - das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen"...nach Stanley Kubricks Science Fiction Klassiker "2001". Durchaus wünschenswert, denn die Karten waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft und das Publikum nachhaltig begeistert. Unter Umständen kann ein Band- Projekt vorzeitig scheitern, eine Herausforderung oder zur Lebensaufgabe werden, die sich der Perfektion widmet.

Da zählt nicht nur das Song-Material, denn fehlendes Bauchgefühl und kostspieliges Equipment sind oft der Grund, ein Tribute Projekt im Vorfeld gleich wieder abzuhaken. Die Kritiken der Medien über Pink Floyd, lesen sich wie ein Helden-Epos. Wer die Psychodelic-Giganten der frühen 70er Jahre in allen Details covern möchte, wagt sich folglich auf hauchdünnes Eis und verarbeitet zeitlose Musikgeschichte unter kostspieligem Aufwand.

Mit einiger Skepsis im Gepäck machte sich so mancher Fan auf den Weg zum angepriesenen Musik Event des Jahres.

Wer im Vorverkauf den Griff in die Wundertüte wagte, hatte letztendlich bei ausverkaufter Halle das große Los gezogen und die perfekte Raubkopie einer Live-Show aus der "Flower-Power" Ära in der Tasche.

"Echoes XL" konnte durchaus der großen Konkurrenz "Australien Pink Floyd Show... mit Arena-Profil" die Stirn bieten und punktete nach Rücksprache mit Besuchern beider Konzerte durch Nähe zum Publikum: "Gigantische Shows können auch gigantisch anstrengend sein, weil man im Stadion nur die Hälfte sieht. Die Echoes Produktion war in jeder Hinsicht super und mit moderaten Eintrittspreisen. Garantiert keine der zahlreichen Oldie-Veranstaltungen, die es sonst noch so gibt.

"Die Band war nach dem Konzert begeistert von der Finnentroper Festhalle, lobte die Akustik und die außergewöhnlich schönen Räumlichkeiten mit Flair und Vielseitigkeit.

Die Videoprojektionen samt aufwendiger Licht- und Soundanlage schafften ein visuelles Klangerlebnis ... im Kleinformat mit XL- Wirkung. Lichttechniker Christoph Sauer aus Aschaffenburg schaffte mit 70 intelligenten Movingheads (Multifunktionsscheinwerfern) die Atmosphäre der Superlative und hatte den Abend aufwendig vorprogrammiert. Die Band entführte musikalisch auf eine Zeitreise- mit abwechslungsreichem Programm durch die Platten-Archive aller Pink Floyd Fans und servierte eine Vorstellung auf dem Silbertablett, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein Konzert mit Originalbesetzung wird es durch den Tod des Pink Floyd Keyboarders Richard Wright nicht mehr geben, aber.... es bleibt die perfekte Illusion durch die Spielfreude von Musikern wie "Echoes", die sich den geschaffenen Werken der Briten mit Begeisterung verschrieben haben und ihre Instrumente samt Publikum am Samstagabend glücklich stimmten.

Ein Abend mit Überraschungn

Die Veranstalter hatten noch eine Überraschung in der Wundertüte, die im Vorfeld der Geheimhaltungspflicht unterlag. Da die Schulchöre bei "Another Brick in the Wall" aus Kostengründen durch Play Backs ersetzt werden, hatte die Veranstaltung bei dem Finnentroper Kinderchor "Junge Stimmen" um Unterstützung gebeten. Im Rahmen eines Chorprojektes mit dem Kinder- & Jugendchor Oberelspe wurde diese gegeben.

Die Mädels aus Oberelspe und Finnentrop freuten sich über das außergewöhnliche Engagement und sprangen gerne für die Ersatz- Technik ein, zur Freude der Band aus Aschaffenburg. Es wurde klammheimlich unter der Leitung von Christiane und Lisa Kemper geprobt und ...mit Lampenfieber....super gesungen.

Im Anschluss fand eine After-Show Party mit DJ statt, die ebenfalls von den Besuchern der Veranstaltung mit Party Stimmung belohnt wurde. Bemerkenswert war ebenfalls die Professionalität und Durchführung des Abends durch die Veranstalter. Die Stimmen nach dem Konzert waren nach Umfragen dementsprechend - wie der Beifall bei den Zugaben - begeistert.

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