Angriff auf die Muskeln

Mit Yoga den Verein „Deutsche Krebsline“ unterstützen

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Jeder kann am Kurs teilnehmen. Die Einnahmen aus den Yoga-Kursen kommen Menschen zugute, die von Krebs betroffen sind.

Finnentrop. Das automatische Einordnen von Menschen und Situationen – das „Schubladendenken“ – ist weit verbreitet, macht es sich aber schlichtweg zu einfach. Für Konny Hoffmann aus Rönkhausen gehörte Yoga lange Zeit in eine recht wenig genutzte „Schublade.“ Heute gibt sie selbst Kurse.

Vor sechs Jahren war sie auf der Suche nach einem Entspannungskurs, denn ihr Job im Marketingbereich bringt einiges an Stress mit sich. „Von Yoga hatte ich das Bild von meditierenden Menschen mit Räucherstäbchen verinnerlicht.“ Das passte nicht in Konny Hoffmanns Sportwelt. Kein Wunder, wenn man sich im Sport-Powerbereich mit Aerobic, Skigymnastik und Co. bestens auskennt. „Nach einigen Stunden als Yogaschülerin fand ich an der Lebenshaltung gefallen.“ Allerdings hatte das mit „Räucherstäbchen“ rein gar nichts am Hut. „Innere Ausgeglichenheit durch intensive Körperarbeit: Das war meine Überzeugung.“

Kurze Zeit später besuchte sie Kurse beim Landessportbund und „formte“ ein neues Bild von Kraft holen durch Yoga. „Durch regelmäßiges Üben wird die Elastizität der Wirbelsäule gesteigert und die Gelenke werden beweglicher. Die Muskeln werden dabei entspannt, gekräftigt und gut durchblutet. Lymphsystem und Stoffwechsel werden angekurbelt und das Immunsystem wird gestärkt.“

In der Tat: In der Gymnastikhalle des Familienzentrums „Arche Noah“ geht es beim Schulzentrum in Finnentrop ordentlich zur Sache. Aus der indischen Grundphilosophie ist ein Trendsport geworden. Trotzdem hält das Szenario Körper und Geist fit. Neben dem ordentlichen „Angriff auf die Muskeln“ gibt es auch die ruhigen Momente, wo die Seele Luft holen kann. Der Körper kann dann wieder einen Gang runter schalten: Loslassen und Entspannung stehen am Ende jeder Übungsstunde.

Das Zusammenspiel von körperlicher Höchstleitung und innerlichem Ausgleich kommt an. Wenn am Donnerstag, 31. Januar, zwei neue Kurse (17.45 Uhr und 19 Uhr) beginnen, wird das auch ganz im Sinne von Günter Klandt ein. Der Vorsitzende der „Deutschen Krebsline e.V.“, der in Bamenohl zu Hause war, verstarb am 30. November 2018. Der Idealist, der anderen geholfen hat, hatte gegen das, wogegen er kämpfte, keine Chance. Doch die Gründerideen leben im Verein weiter. Ohne großes Aufsehen erhalten an Krebs erkrankte Menschen Hilfe in vielfältiger Form. Auch die Yogakurse sind ein Teil des Wagenrads, das sich unermüdlich weiter dreht.

„Günter hat mich damals angesprochen und gefragt, ob ich die Kurse nicht für die Deutsche Krebsline anbieten kann.“ Konny Hoffmann und Günter Klandt haben die Kurse dem uneigennützigen Verein angegliedert. Dort wurde und wird viel Gutes getan. So fließen auch die Einnahmen aus den Kursen an „irgendjemand, der vom Krebs betroffen ist und Hilfe benötigt.“ Körper und Geist leben am Finnentroper Schulzentrum auf – für Menschen mit ohne Krankheit.

Informationen und Anmeldung: Konny Hoffmann, ☎ 0160/99402671 (ab 17 Uhr).

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