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100.000 Euro im Schlafzimmerschrank - Gastronomiebetrieb kontrolliert

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Bei einer Hausdurchsuchung entdeckten die Beamten 100.000 Euro im Schlafzimmerschrank. © Gerald Bus/Archiv

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dortmund - Standort Siegen - hat bei einer Hausdurchsuchung am Montag, 16. Mai, in Finnentrop eine größere Menge Bargeld gefunden. In der Nachbarkommune Lennestadt stellten die Beamten im zugehörigen Gastronomiebetrieb gravierende Hygienemängel fest.

Die Finanzkontrolle ermittelte gegen die Inhaberin des gastronomischen Betriebes wegen „Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt“. Bei der Hausdurchsuchung in Finnentrop fanden die Beamten neben Beweismitteln auch eine größere Menge an Bargeld. Das Geld - 100.000 Euro - war im Schlafzimmerschrank versteckt.

„Die Familie bezog über Jahre hinweg Sozialleistungen vom Jobcenter Kreis Olpe. Dies setzte jedoch eine Hilfebedürftigkeit voraus, die sich mit dem nun festgestellten Vermögen nicht vereinbaren lässt“, heißt es in der Pressemeldung. „Es besteht daher der Verdacht des Betruges zu Lasten des Jobcenters.“

Um die voraussichtlich zu Unrecht gewährten Leistungen an das geschädigte Jobcenter zurückzuzahlen, wurde das Bargeld auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Siegen vom Zoll beschlagnahmt.

In dem ebenfalls durchsuchten Gastronomiebetrieb in Lennestadt wurden derart gravierende Hygienemängel festgestellt, dass das zuständige Gesundheitsamt sofort eingeschaltet werden musste.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Siegen und des Zolls dauern an.

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