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Elif veranstaltet eine Feier zum Ende des Ramadans in Heggen

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Von: Helena Herzog

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Ein buntes Treiben herrschte auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft. Kinderschminken, Spielstationen sowie ein großes Angebot an verschiedenen Speisen gehörten unter anderem zum Programm – auch Zuckerwatte durfte nicht fehlen. Foto: Helena Herzog
Ein buntes Treiben herrschte auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft. Kinderschminken, Spielstationen sowie ein großes Angebot an verschiedenen Speisen gehörten unter anderem zum Programm – auch Zuckerwatte durfte nicht fehlen. © Helena Herzog

Heggen. Für eine kurze Zeit das erlebte Leid vergessen, gemeinsam eine schöne Zeit verbringen und mit vielen Leckereien das Ramadanfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan feiern. Das bot der Kulturverein Elif (Eltern- Leser und Interkulturelle Förderung) aus Plettenberg mit seiner Aktion am vergangenen Mittwoch den Bewohnern, Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Anwohnern der Jugenherberge Heggen, die als Flüchtlingunterkunft genutzt wird.

Bunt gemischte Teams traten bei verschiedenen Spielen gegeneinander an, bei Musik und guter Stimmung gab es viele verschiedene Speisen – insbesondere auch türkische Spezialitäten. In entspannter Atmosphäre kamen die verschiedenen Besucher des Festes ins Gespräch.

Der Heggener Mustafa Uysal ist ein Mitglied des Vereins Elif und hat viel zu der Organisation des Festes beigetragen. Als Betreiber des Heggner Marktes hat er schnell zu vielen Flüchtlingen Kontakt aufgebaut. Als Elfjähriger machte er selber die Erfahrung des Fremdseins, als er mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland auswanderte. Das seien natürlich andere Umstände gewesen, trotzdem habe er dadurch mehr Mitgefühl. „Als ich neu in Deutschland war, hatten wir kaum Unterstützung. Jetzt möchte ich das Leid teilen und als Alteingessener die Willkommenskultur mittragen“, sagte Mustafa Uysal. Vor allem solle das Fest aber auch einen symbolischen Charakter haben. Der erste Ramadan in der Ferne diene als Zeichen eines Neuanfangs.

Symbol des Neuanfangs

Das Fest sollte auch helfen, Kontakt zwischen Alteingessenen und Flüchtlingen aufzubauen. „Viele Leute wissen nicht, was sie tun können und wie sie Kontakt knüpfen sollen“, sagte Mustafa Uysal. „Wenn der Kontakt aber einmal aufgebaut ist, entstehen oft langanhaltende Freundschaften daraus.“

Der Erlös des Festes soll dazu dienen, den Flüchtlingen eine Fahrt in das Freilichtmuseum in Hagen zu finanzieren. „Damit sie die Kultur des Landes besser kennen lernen“, erklärte Mustafa Uysal.

Das Fest kam bei allen Beteiligten gut an. „Gut. Sehr gut“, fand Ismael Gasala die Veranstaltung. Er war sieben Monate lang in der Jungendherberge untergebracht und wohnt nun ganz in der Nähe in Heggen. Er ist sehr dankbar für die Hilfe, die er erhalten hat. „Millionen viel Danke an alle Menschen deutsch“, formulierte er seinen Dank in Worte. Auch Helfer waren vor Ort. Nicole Schwabe ist eine von ihnen. Sie betreut gerade zwei Flüchtlings-Familie, die in der Unterkunft wohnen, aktiv – ehemalige Bewohner nicht mitgerechnet. „Ich bin sehr gerne hier“, berichtet die Ehrenamtlerin, „das ist mein zweites Zuhause.“

Mustafa Uysals Dank allen Helfern. „Einer muss es tun und zum Glück sind es viele, die es tun.“ Weitere Helfer werden trotzdem immer gesucht.

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