Wenn die Pandemie es zulässt wird 2022 „100+1ster“ Geburtstag gefeiert

100 Jahre Tambourcorps Hofolpe: kleine Feier per Videokonferenz

Hofolpe 100 Jahre Tambourcorps Zoom-Konferenz
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Via Zoom-Meeting nahmen rund 30 Mitglieder des Tambourcorps Hofolpe an der kleinen „100-Jahr-Feier“ teil.

„Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“. Unter diesem Titel hatte das Tambourkorps Hofolpe 1921 sein Jubiläum im Herbst 2019 angekündigt und geplant. Am 17. und 18. April 2021 sollte die zweitägige Feier anlässlich des 100-Jährigen Bestehens stattfinden. Dass im Frühling 2020 eine Pandemie ausbrechen sollte, die die ganzen Planungen durcheinander wirft, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Die Digitaltechnik sorgte aber zumindest für eine - wenn auch virtuelle - Feier.

Von Steffi König

Hofolpe - Unter den im Kreis Olpe geltenden Bedingungen lag selbst ein kleines Fest - nur unter den Vereinsmitgliedern - nicht im Rahmen der Möglichkeiten. Das konnte die stellvertretende Tambourmajorin Mona Kaiser und Vorstandsmitglied Stefanie König aber nicht davon abgehalten, eine kleine Veranstaltung via Zoom zu planen, um den runden Geburtstag des Vereins doch noch feiern zu können.

Zum „Türmchenbauen“ hatten die zwei Organisatorinnen Tüten gepackt und im Vorfeld an die Mitglieder verteilt.

Rund 30 Aktive fanden sich vor den Kameras ein und tauschten sich zunächst aus, ehe die zwei Organisatorinnen eine Retro-Diashow starteten, unterlegt mit Musikstücken, die während der Feier zum 90-Jährigen 2011 aufgezeichnet worden waren.

Die Fotos spiegelten dabei die Vereinsgeschichte anschaulich wider. 1921 durch den damaligen Vikar Bücker als „Trommler- und Pfeifercorps“ ins Leben gerufen, spielten die zehn Gründungsmitglieder bei ihrem ersten Auftritt auf dem Hofolper Schützenfest 1922 ausschließlich das Musikstück „Muss i denn zum Städtele hinaus“.

Unter den Tambourmajoren Heinrich Hatzfeld, Albert Mennekes und Paul Hennecke erlebte der junge Verein erfolgreiche Jahre, bis mit Beginn des 2. Weltkrieges zwangsweise die Auflösung anstand – die Instrumente wurden auf dem Dachboden der Vikarie versteckt.

1947 fand die Neugründung des Tambourkorps Hofolpe statt, die Stabführung übernahm Herbert Theis. 1968 wurde Heinz Baumhoff neuer Tambourmajor, der dieses Amt bis 1987 ausübte und dann die Stabführung an Wolfgang König abgab. Dieser wird nun seit 2016 von Mona Kaiser unterstützt.

Eine ähnliche Beständigkeit zeichnet das Tambourkorps bei seinen Schützenfestauftritten aus: Seit der Neugründung gehören die blau-weißen Uniformen der Hofolper Musiker fest zum Bild der Schützenfeste in Oberhundem und Welschen Ennest, und auch der Schützenfestzug in Meggen wird seit über 15 Jahren mitgestaltet. Die Teilnahme an Freundschaftstreffen, Jubiläumsschützenfesten und innerörtlichen Festtagen runden die Veranstaltungen ab, bei denen sich die Hofolper Musiker in die Herzen des Publikums spielen. All das wurde im Laufe der Jahre fotografisch festgehalten und konnte somit von de Videoteilnehmern betrachtet werden – eine besondere Nostalgie, weil das Tambourkorps seit 2019 pandemiebedingt an keinen Festen dieser Art mehr teilnehmen konnte.

Während der Veranstaltung wählte sich auch Martin Wenzel, stellvertretender Vorsitzender des Heimatschutzvereins Hofolpe-Heidschott, ein, und richtete einige persönliche Grußworte an den Verein. Weitere Gratulationen der Ortsvereine waren bereits zuvor per Social Media eingetroffen.

Nicht nur die Historie stand bei der Videofeier „auf dem Schirm“: Nicht fehlen durfte das „Türmchenbauen“, ein Spiel, das seit Jahr und Tag während der Generalversammlungen des Tambourkorps im Dezember gespielt wird. Dafür hatten die Organisatorinnen im Vorfeld Tüten gepackt und an die Vereinsmitglieder verteilt.

Auch wenn es kein persönliches Treffen war - es wurde an gemeinsame Zeiten erinnert und auch nach vorn geschaut: Für das Tambourcorps steht fest, dass 2022, soweit die Pandemie es erlaubt, die Feier für den „100+1sten“ Geburtstag fest geplant – genauere Details folgen.

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