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250.000 Euro für Kirchhundemer „Rathaus 2.0“

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Von: Hartmut Poggel

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Kirchhundem Rathaus 2.0 Einzug Verwaltungsabteilungen
In das Haus Nr. 31 im Vordergrund sollen zwei Abteilungen der Gemeindeverwaltung umziehen. © Hartmut Poggel

Rund 250.000 Euro lässt sich die Gemeinde Kirchhundem ihr „Rathaus 2.0“ kosten: 2017 wurde das benachbarte Haus Nr. 31 gekauft, nun soll es zum Arbeitsplatz für 15 Verwaltungsangestellte aus den Bereichen Gemeindewerke und IT werden.

Kirchhundem - Es bestehe Platzbedarf, so Bürgermeister Björn Jarosz im Bauausschuss. Es sei „wichtiger denn je“ gewesen, einen IT-Experten einzustellen, der unter anderem auch das Equipment von Verwaltung und Schulen betreue. „Er ist in einem völlig unzulänglichen Raum untergebracht, man findet ihn hinter seinen Geräten nicht mehr wieder“, erläuterte Jarosz die Situation. Ähnlich beengt seien die Verhältnisse im Sozialamt. Im neuen Gebäude nebenan sollen Abteilungen wie IT und die Gemeindewerke räumlich und inhaltlich zusammengeführt werden. „Dadurch können Arbeitsabläufe optimiert werden“, so der Bürgermeister.

Den Einwurf nach vermehrtem Homeoffice wehrte er ab. Was möglich sei, werde gemacht. Da viele Akten - auch und gerade im Sozialamt - aus Datenschutzgründen das Rathaus nicht verlassen dürften, sei Präsenz in vielen Bereichen unerlässlich. Gleiches für alte Grundstückspläne, die nur im Original erhalten seien und schon aus Sicherheitsgründen im Haus bleiben müssten.

Im Haus „Nr. 31“ sollen acht Arbeitsplätze im Erdgeschoss, sieben im Obergeschoss entstehen. „Das Haus gehört der Gemeinde, wir investieren in den Werterhalt einer eigenen Immobilie.“ Das Außenbild soll durch Facelifting der Fassade verbessert werden, der Haupteingang wird an die rechte Seite verlegt, eine Rampe sorgt für Barriere-freien Zugang. Neben der Arbeitseinrichtung steht ferner die Energieoptimierung des Hauses im Vordergrund.

CDU-Ratsherr Karl-Josef Cordes aus Würdinghausen regte die Verlegung des Standesamtes aus dem Sitzungszimmer des Rathauses in das Erdgeschoss an: „Barriere-frei zu erreichen, das wissen Hochzeitsgesellschaften sicher zu schätzen.“ Die Verwaltung will den „sehr guten Vorschlag“ in ihre Planungen übernehmen.

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