Mennekes kritisiert Kirchhundemer Steuerpläne

Ärger über Erhöhungen

Bezeichnet den Verwaltungsvorschlag als vorweihnachtliche „Backpfeife“ für alle Bürger und den Mittelstand: Walter Mennekes.

Weihnachtsgeschenke sehen anders aus: Kirchhundems Bürgermeister Reinéry und sein Kämmerer haben es mit ihren Steuerplänen geschafft, den vorweihnachtlichen Frieden zu stören und Unternehmer, Landwirte sowie Hausbesitzer gleichermaßen gegen die Verwaltung aufzubringen. An der Spitze der Protestbewegung: der heimische Unternehmer Walter Mennekes.

Wie berichtet, plant die Gemeindeverwaltung, sich künftig einen weiteren großen Schluck aus der Steuerpulle zu genehmigen. Die Grundsteuer A, von der vor allem die Landwirte betroffen sind, soll um 20 auf insgesamt 240 Punkte, die Grundsteuer B für Eigenheime und Immobilien von 440 auf 580 Punkte und die Gewerbesteuer von 412 auf sogar 512 Punkte steigen.

Als „Backpfeife“ für alle Hausbesitzer empfindet Walter Mennekes die gemeindlichen Pläne, die so manchen, der derzeit eh schon am Existenzminimum entlangschrappe, in die Hartz IV-Falle treibe.

Gemeinde treibt Bürger in Hartz IV

Die geplanten Erhöhungen passen Mennekes zufolge einfach nicht in die Welt und schon gar nicht in die Vorweihnachtszeit. Zumal Reinéry während der heißen Phase des Wahlkampfes mit dem Versprechen über Land gezogen sei, sowohl die Bürger als auch den Mittelstand in seine Politik mit einzubeziehen. „Und dann“, so Walter Mennekes, „erfährt man von den Plänen aus der Zeitung. Mit uns hat vorher niemand gesprochen.“

Mennekes, der die Liste der Gewerbesteuerzahler in der Gemeinde Kirchhundem ganz vorne mit anführt, rechnet für seinen 500-Mann-Betrieb mit zusätzlichen Kosten von mehreren 100.000 Euro. Das sei nun der Dank dafür, dass man gerade die Liegenschaften von K+K (wir berichteten) erworben habe und somit Millionen in den Standort Kirchhundem sowie den Erhalt der Arbeitsplätze investiere.

Nirgendwo sei die Gewerbesteuer im Umkreis von 50 Kilometern mittlerweile so hoch wie in der vergleichsweise kleinen Gemeinde Kirchhundem. Mennekes schäumend vor Wut: Man sollte das Kirchhundemer Rathaus dicht machen und das Gemeindegebiet in die Lennestadt eingliedern. Denn bei so einem Gewerbesteuersatz bestünde künftig nicht mal mehr der Hauch einer Chance, dass sich ein neues Unternehmen in Kirchhundem niederlasse. Ansiedlungswillige Unternehmen würden durch derartige Weichenstellungen regelrecht aus dem Dorf gejagt.

„Wir werden uns das nicht bieten lassen und keinesfalls einfach so zur Tagesordnung zurückkehren“, verspricht Walter Mennekes, der nach eigener Aussage bereits aus allen Richtungen Zustimmung für seinen Kampf gegen den geplanten gierigen Griff in den Steuersäckel signalisiert bekommen habe. (Von Torsten-Eric Sendler)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare