Andreas Schöttes auf Platz 960

Sie haben gut lachen: Peter und Andreas Schöttes kehrten mit unvergesslichen Erlebnissen vom legendären 'Wasa-Lauf' nach Oberhundem zurück.

Für Skilangläufer hat er die gleiche Bedeutung wie der "Iron man" von Hawaii für die Triathleten: der legendäre "Wasal-Lauf" in Schweden, für die Bevölkerung eine grandiose Festwoche. Den Abschluss dieser Woche bildet der Hauptlauf, der zum 85. Mal in der mittelschwedischen Stadt Sälen startete und durch die wunderschöne Landschaft Dalarna in das 90 Kilometer entfernte Mora führt. Unter den 16.000 Startern auch Andreas Schöttes aus Oberhundem.

Insgesamt fanden acht verschiedene Wettbewerbe statt, an denen insgesamt ca. 48.000 Skilangläufer teilnahmen. Allein der Hauptlauf über die traditionellen 90 Kilometer war mit knapp 16.000 Startern schon lange ausgebucht. Auch der Oberhundemer Andreas Schöttes machte sich mit sieben weiteren Sportlern aus dem benachbarten Wittgensteiner Land auf den Weg nach Schweden, um an diesem außergewöhnlichen Ereignis teilzunehmen.

"Nach 2006 und 2008 war es für mich die dritte Teilnahme und wieder war es ein außergewöhnliches Erlebnis, wie begeistert jeder von den geschätzten 80.000 Zuschauern entlang der Strecke und im Zielbereich gefeiert wird", so der Vorsitzende des Ski-Clubs Oberhundem. In diesem Jahr hatten die heimischen Wintersportler nicht nur den Hauptlauf auf dem Programm, sie wollten auch an dem "Staffet-Vasan" teilnehmen. Hierbei wird die komplette Strecke über 90 Kilometer in fünf Teiletappen aufgeteilt. "Diesen Start hatten wir uns im Sommer überlegt, weil es noch einmal ein besonderes Erlebnis ist und noch keiner von uns eine solche Staffel gelaufen hat." Keiner von den fünf Teilnehmern hat den Start bereut, denn auch hier war die Atmosphäre einmalig. Bei diesem Wettbewerb waren 900 Staffeln, vornehmlich aus Schweden, am Start. Andreas Schöttes lief die zweite Etappe von 24 Kilometern. Als 286. übernahm er den Transponder, der von Läufer zu Läufer weitergegeben wird, von seinem Freund Heinz Werner vom SC Girkhausen. In einem beherzten Rennen konnte der Oberhundemer Platz für Platz gut machen und übergab als 141. an den dritten Läufer.

Auch für die weiteren drei lief es sehr gut. Völlig überraschend lief der Schlussläufer Swen Pöppel vom SK Wunderthausen als 59. in der Gesamtzeit von 5:20:06 Stunden über die Ziellinie in Mora. Hiermit waren die "Siuerlännder Skiloaper", wie der Staffelname in Anlehnung an den heimischen Skimarathon "Siuerlännder Skiloap" gewählt wurde, sogar beste deutsche Staffel an diesem Tag.

Mit dem Ergebnis nicht gerechnet

"Mit diesem Ergebnis hatten wir nicht gerechnet. Wir wollten eigentlich nur die tolle Atmosphäre des Staffellaufes, von der die Schweden so schwärmen, genießen. Es hat uns riesig Spaß gemacht, auch wenn die Organisation des Lauftages schon schwierig war", betont Andreas Schöttes. Den Transport zu den einzelnen Startpunkten mussten die Staffeln selbst organisieren. Die "Siuerlännder Skiloaper" hatten zwei Fahrer, unter ihnen mit Peter Schöttes der Vater von Andreas, die die Läufer zu den einzelnen Startplätzen fuhren.

Am Sonntag stand dann der Hauptlauf auf dem Programm. Morgens um 4 Uhr ging es zum Start nach Sälen. Um Punkt 8 Uhr erfolgte der Startschuss für die 90 Kilometer-Distanz. Andreas Schöttes startete aus der zweiten von zehn Startgruppen, aufgrund seiner guten Platzierung beim vorherigen Wasalauf.

16.000 Skiläufer machten sich bei minus 10 Grad Celsius gemeinsam auf den Weg nach Mora. "Gerade der Start bietet ein außergewönliches Bild, wenn sich diese Masse an Langläufern in Bewegung setzt. Spätestens am ersten Berg, kommt es zu einem Stau, hier müssen die Läufer aus den hinteren Startgruppen teilweise bis zu einer halben Stunde warten", so Andreas Schöttes. "Im Vergleich zum letzten Jahr gab es keine Wachsprobleme, die Temperatur pendelte sich zwischen minus zehn und minus fünf Grad ein.

Allerdings hatten wir sehr starken Gegenwind und leichten Schneefall zur Mitte des Rennens, was das Laufen insgesamt ein wenig beeinträchtigte und die Spur relativ stumpf machte", berichtet der Oberhundemer. Nach 5:19:30 Stunden, nur gut eine Stunde nach dem schwedischen Sieger Daniel Tynell, erreichte der Oberhundemer nach anstrengenden 90.000 Metern das Ziel und einen grandiosen 960. Gesamtplatz. Von den knapp 400 gestarteten deutschen Teilnehmern belegte der SCO-Athleth sogar einen hervorragenden 26. Rang: "Mit dieser Zeit und einem Platz unter den besten 1000 bin ich mehr als zufrieden. Insgesamt war es wieder eine unvergessliche Veranstaltung, mit einer super Atmosphäre", zieht Andreas Schöttes eine überaus positive Bilanz.

Als Lohn konnte der Sauerländer die begehrte Wasalaufmedaille mit nach Hause nehmen, die nur Teilnehmer erhalten, die nicht mehr als 50 Prozent über der Siegerzeit liegen.

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