St.-Elisabeth-Kirche nach Sanierung "wie neu"

Benolpe: Pontifikalamt zur Wiedereröffnung des Gotteshauses

Dorothee Schauerte, Udo Sassenrath und Gerd Sondermann (v.l.) vom Kirchenvorstand begutachten den gründlich renovierten Innenraum der St.-Elisabeth-Kirche Benolpe. Foto: Hartmut Poggel

Benolpe. Mit einem Pontifikalamt feiert die Gemeinde St. Elisabeth Benolpe am kommenden Sonntag die Wiedereröffnung ihrer gleichnamigen Kirche. Das schmucke neo-romanische Gotteshaus ist seit September 2018 grundlegend renoviert worden.

Weihbischof Matthias König zelebriert am 24. Februar um 9.30 Uhr diesen Weihegottesdienst, ihm voraus geht eine kleine Prozession vom Pfarrheim zur Kirche. 

Bereits 2013 war der Beschluss zur Renovierung im Kirchenvorstand gefallen, konkret wurden die Arbeiten dann am 29. August 2018 durch die Genehmigung des Erzbischöflichen Generalvikariats in Paderborn. Treibende Kraft hinter den Arbeiten ist Gerd Sondermann, Geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands.

 Insgesamt kostete die Sanierung rund 220.000 Euro, von denen das Generalvikariat 135.000 Euro übernommen hat. Die Restsumme bringt die St.-Elisabeth-Gemeinde auf. Repariert und instandgesetzt wurde vornehmlich der Innenraum der 150 Gläubigen Platz bietenden Kirche; die Arbeiten umfassten Neuanstrich, Instandsetzung der Fenster, insbesondere der Rosette über dem Haupteingang, Erneuerung eines Teils der Fliesen- und Natursteinflächen, aber auch „energetische Ertüchtigungen“ wie die Erneuerung der Stromverteilung und die Umstellung auf LED-Beleuchtung. Tischlerarbeiten, die Reinigung und Neu-Intonation der Orgel sowie der Kauf von Kissen für die Bänke rundeten die Sanierung ab. 

Der Bau der Kirche muss sich in Rekordzeit vollzogen haben: In der von Dorothee und Peter Schauerte verfassten Jubiläumsschrift „100 Jahre St. Elisabeth Benolpe 1912 – 2012“, wird als Datum der Grundsteinlegung der 27. Mai 1912 genannt, als Tag der Benedizierung bereits der 24. November des gleichen Jahres. Konsekriert wurde die Kirche hingegen erst 1935: Sie besaß ursprünglich nur den „nicht weihefähigen“ Holzaltar aus der Vorgängerkapelle. 

Errichtet wurde die Kirche, mitten im Ort an der B 517 gelegen, aus Natursteinen. Sie weist eine architektonische Besonderheit auf: Ihr Turm befindet sich nicht über dem Eingang, sondern neben dem Chor an der Straßenseite. Auch darüber gibt die Festschrift Auskunft. Architekt Pinnekamp standen seinerzeit 24.000 Mark für den Bau zur Verfügung. Um Raum und Geld zu sparen, platzierte er den Turm an besagter Stelle und richtete im Erdgeschoss die Sakristei und darüber einen „Paramentenraum“ ein. 

Betrachtenswert sind die Fenster der Kirche. Sie wurden von Hubert Spierling, einem der bedeutendsten Glasmaler Deutschlands nach dem Weltkrieg, geschaffen. Von seinen Arbeiten ist aber nur noch die Rosette über dem Eingang oberhalb der Orgelbühne vorhanden. 

Und noch einen Blickfang hält der Innenraum der Kirche bereit: Unter der Decke wurde ein Fragment der Originalausmalung für die Nachwelt bewahrt.

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