"Caritäter" beleuchten Chancen und Risiken der Digitalisierung

CariTag in Kirchhundem: den Werte-Rucksack packen

Die „Caritas-Menschen“ Pfarrer Heinrich Schmidt und Alfons Heimes freuen sich über das Caritas-Ehrenzeichen in Gold. Christoph Becker (l.), Lothar Epe (2.v.l.) und Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttich (r.) gratulierten.

Kreis Olpe/Kirchhundem - Informativ, transparent und unterhaltsam gestaltete sich  der CariTag in der Schützenhalle Kirchhundem. Der Höhepunkt bestand  in der Verleihung des Innovationspreises des Caritasverbandes Olpe.  Zentrales Thema war die „smarte Umhüllung“ von digitalen Themen in unserer Gesellschaft – immer unter Berücksichtigung eines ethischen Wertekanons.

Mehr als 200 „Caritäter“ aus Hauptberuf und Ehrenamt, aus den Gemeinden, Ortsverbänden, den unterschiedlichsten Einrichtungen und Diensten waren der Einladung des Caritasverbandes gefolgt, sich einer kritischen Reflexion über das Leben in einer von Digitalisierung geprägten Welt zu unterziehen.

Werner Henzgen, seit 2002 Leiter der Zentralen Dienste des Verbandes, wurde für sein Engagement „weit über berufliche Belange für die Caritas-Familie hinaus“ mit dem Caritas-Ehrenzeichen in Silber gewürdigt.

Mit Gold gewürdigt wurden die „Caritas-Menschen“ Pastor Heinrich Schmidt, Pastoraler Raum Kirchhundem, und Alfons Heimes, Saalhausen. Sie  haben die Arbeit des christlichen Verbandes seit Jahrzehnten ehrenamtlich begleitet, unterstützt und nach vorne gebracht – immer zum Wohle des Menschen.

m Anschluss an die Ehrungen wurden Dechant Andreas Neuser, Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt sowie Prof. Dr. Julia Naskrent als neue Mitglieder in den Caritasrat gewählt.

Das Leitmotto „Mein Werte-Rucksack im digitalen Zeitalter“ zog sich im Anschluss als roter Faden durch die lebendige Veranstaltung. Ganz analog und auf Zuruf näherte sich das Improvisationstheater „Impro005“ aus Münster auf eigene Weise dem Thema und sorgte für beste Unterhaltung.

Ägidius Engel, Geschäftsführer des Diözesan-Ethikrates Paderborn veranschaulichte an zahlreichen Beispielen die Entwicklung der Digitalisierung und den Wandel aller gesellschaftlichen Bereiche. Der Dipl.-Theologe und Pädagoge sprach sich dafür aus, die Digitalisierung „auf Grundlage unserer Werte nach vorne zu bringen“ – immer unter Berücksichtigung der Chancen und Gefahren.

Für die Caritas gelte schließlich auch in digitalen Zeiten: Den Menschen dort helfen, wo sprichwörtlich der Boden wankt. Getreu dem Leitsatz: Nah. Am Nächsten.

Die Vertreter der ausgezeichneten Einrichtungen und Initiativen des Innovationspreises.

Rahmen der 14. Verleihung des Innovationspreises, dotiert mit einem Preisgeld zwischen 500 und 1000 Euro, wurden gesamtverbandliche Leistungen und Angebote gewürdigt und in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.

Einen Sonderpreis erhielt die Initiative von Elisabeth Jostes zur Gestaltung eines (Wander-)Kreuzweges mit heimischen Künstlern, die nach Fluchterfahrungen hier eine zweite Heimat gefunden haben.

Der Caritas-Innovationspreis in Bronze wurde für ein „Kollegiales stand-by-System“ an die Caritas-Station Attendorn und das "Springerteam", das eine lückenlose Versorgung bei Ausfällen in der Pflege sicherstellt, verliehen. 

Auch der Innovationspreis in Gold wurde zweimal verliehen: Um den Kontakt zwischen Angehörigen auch über Barrieren hinweg sicherstellen zu können, setzte das Seniorenhaus Gerberweg in Olpe das digitale Projekt „Skypen“ um, Werthmann-Werkstätten und  Caritas-AufWind freuten sich über den Preis für das fest installierte System  zur „Beratung und Förderung der Unterstützten Kommunikation“.

Mit einer Messe und der Lichteraktion „Eine Million Sterne“, die sich der Flüchtlingsthematik in Jordanien widmete, fand der CariTag einen solidarischen und stimmungsvollen Ausklang.

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