Feuerwehreinsatz

Dachstuhl des Hotels "Carpe Diem" in Kirchhundem in Flammen - Ursache steht fest

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[Update 18. Juli] Schwartmecke - Die Feuerwehr wurde am Sonntag gegen 4.50 Uhr zum Hotel „Carpe Diem“ in Kirchhundem-Schwartmecke alarmiert. Der Dachstuhl stand in Flammen. Zeitweise waren 190 Einsatzkräfte vor Ort. Mittlerweile steht die Ursache fest.

„Nach Abschluss der Ermittlungen unter Hinzuziehung eines Brandsachverständigen kann zur Brandursache gesagt werden, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Brand aufgrund des fahrlässigen Umgangs mit Feuerwerkskörpern entstand. Die gängigen Vorschriften beim Abfeuern von diesen wurden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht beachtet“, teilen Kreispolizeibehörde Olpe und Feuerwehr Kirchhundem mit. 

Zuvor hatten die Ermittlungen ergeben, dass „das Feuer vermutlich auf der Dachterrasse“ entstanden war. Im Hotel hatte am Vorabend eine Hochzeitsfeier stattgefunden, auf der Pyrotechnik eingesetzt wurde.

Neben den eingesetzten Polizeibeamten waren zwischenzeitlich rund 190 Einsatzkräfte vor Ort. Zwei von ihnen verletzten sich im Einsatz leicht. Es entstand ein Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich.

Die Ursprungsmeldung vom Sonntag:

Seit heute Morgen kämpfen rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen den Dachstuhlbrand im Hotel Carpe Diem bei Kirchhundem-Schwartmecke. Nach rund zwei Stunden sind die Flammen zwar unter Kontrolle gewesen, doch der Einsatz wird noch den ganzen Tag dauern. Das gesamte Dach muss abgedeckt werden. Nur so können die Feuerwehrleute unter der Dachhaut des rund 200 Quadratmeter großen Daches alle Glutnester ablöschen.

Am frühen Sonntagmorgen war die Feuerwehr wegen einer Rauchentwicklung zu der Einsatzadresse an die Straße „Schwartmecke“ gerufen worden. Schon auf der Anfahrt haben die Einsatzkräfte wegen der starken Rauchentwicklung weitere Einsatzkräfte mit dem Stichwort „Feuer 4 – Menschenleben in Gefahr“ nachgefordert. Auch zahlreiche Gruppen des Deutschen Roten Kreuzes sind mit im Einsatzgeschehen. Das DRK Kirchhundem war als erstes vor Ort und musste die Hotelgäste teilweise noch wecken. 

Hotel evakuiert

Insgesamt sprach die Feuerwehr von 35 Personen einer Hochzeitsgesellschaft. Viele von waren sind sehr geschockt. Nach einer ersten Sichtung und dem Abgleich mit der Gästeliste konnte soweit Entwarnung gegen werden. 

Mit Fahrzeugen der Feuerwehr wurden die Hotelgäste in die rund eineinhalb Kilometer entfernte Schützenhalle in Oberhundem gebracht. Dort wurden sie vom DRK betreut.

Hotelgäste in Schützenhalle untergebracht

Auch der Rettungsbus aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein wurde nach Kirchhundem gerufen. Schwierigkeiten ergaben sich für die Einsatzkräfte mit der Löschwasserversorgung. Da die Einsatzstelle sehr hoch am Berg lag und enorme Wassermengen benötigt wurden, baute die Feuerwehr eine spezielle Versorgungsleitung auf. Mit der konnten bis zu 2000 Liter pro Minute durch die dicken Schläuche gepumpt werden. 

Dachstuhl des Hotels "Carpe Diem" in Kirchhundem in Flammen

Die Wasserentnahmestelle war der Burggraben von Schloss Adolphsburg in Oberhundem. Von dort wurde das Löschwasser, das im ersten Angriff mit zahlreichen Tanklöschfahrzeugen zum Hotel Carpe Diem gebracht worden war, mit starken Pumpen auf den Berg gepumpt. 

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