DenkRäume "Zukunft Dorf"

Dirk Glaser, vielen noch als Moderator der Lokalzeit Südwestfalen im WDR bekannt, und heute Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur mit Sitz in Olpe, sprach kürzlich zu den Themen "Regionale" und "Demografischer Wandel auf dem Lande mit der Folge leerfallender Gebäude in den Dorfkernen".

Die Schützenhalle in Kirchhundem war gut gefüllt, nachdem auf Einladung des Bürgervereins Kirchhundem interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereinsvorstände, Rats- und Kreistagsmitglieder sowie Bürgermeister Grobbel erschienen waren.

Kirchhundem hat bereits mit eigenen Projekten begonnenen, so beispielsweise im Bemühen des Bürgervereins Kirchhundem um ein Dorfentwicklungskonzept für Kirchhundem, Herrntrop und Flape. Gerade für Kirchhundem mit seinem weit über die Ortsgrenzen bekannten besonderer Vielfalt von Fachwerkhäusern in der Flaper Straße waren Glasers Ausführungen ein wichtiger Denkanstoß.

"Wir waren nie eine Region, aus der vorrangig der Ruf nach Fördermitteln kam", so Peter Kaufmann vom Bürgerverein, "hier musste sich alles selbst erarbeitet werden - und das hat uns stark gemacht."

Und daher kann gerade Kirchhundem profitieren an den sogenannten DenkRäumen. Hier werden im Rahmen der Regionale zentrale Zukunftsfragen regionaler Entwicklung grundlegend diskutiert. Besonders interessant für die Region dabei die DenkRäume "Zukunft Dorf" und "Heimat, die wir finden".

Auch in Kirchhundem finden sie leerfallende Gebäude im Ortskern. Hier muss, dem demografischen Wandel - also einer zunehmenden älteren Bevölkerung geschuldet - eine Lösung gefunden werden.

Weiterhin wurde auch der Begriff Heimat diskutiert und teilweise neu definiert. Wir leben, so die einhellige Meinung, in einer ganz besonderen Region. Trotzdem ist es zum Beispiel sehr schwer, gut ausgebildete Menschen in die Region zu locken. Spätestens, wenn ein Bewerber sagt, er müsse das erst mit der Familie besprechen, folgt oftmals die Absage. Südwestfalen ist aber deutlich mehr als "bloß Dauerregen und dunkle Fichten". Das muss weit über die Grenzen Südwestfalen bekannt werden. Und das funktioniert nur, wenn sich Freiwillige im bürgerschaftlichen Engagement für die Sache einsetzen.

In Kirchhundem, das hat die rege Beteiligung an Vortrag und Diskussion gezeigt, gibt es viel davon.

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