1. SauerlandKurier
  2. Kreis Olpe
  3. Kirchhundem

„fürlau‘nbaumhaun“ rettet Weihnachtsbäume vor dem Häckseltod

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Flaper Mofa-Gang Dieter Mennekes Umweltstiftung
Die Flaper Mofa-Gang sorgt dafür, dass die Regeln bei der Aktion „fürlau‘nbaumhaun“ eingehalten werden. © Privat

Um nicht ganz perfekte Weihnachtsbäume vor dem sicheren Häckseltod zu bewahren, möchte die Dieter-Mennekes-Umweltstiftung den Kirchhundemern einen Weihnachtsbaum schenken. Allerdings ist dies mit gewissen Regeln verbunden.

Kirchhundem - Dieter Mennekes – Unternehmer und Umweltschützer – hat 1999 die Dieter Mennekes-Umweltstiftung (DiMUS) gegründet. Stiftungszweck ist schwerpunktmäßig die Förderung des Umwelt- und Naturschutzes, weiterhin die Förderung der Heimatpflege und der Bildung.

Mit dem plötzlichen Tod des Stifters im April 2020 wurde die DiMUS testamentarisch als Alleinerbin von Dieter Mennekes benannt. Zum Erbe gehören auch etwa 3400 Hektar Land – 1,4 Hektar davon hatte Dieter Mennekes vor etwa 15 Jahren für die Kultur von Weihnachtsbäumen verpachtet. Diese Fläche liegt über dem ehemaligen Osterfeuerplatz von Flape. Im vergangenen Jahr lief der Pachtvertrag aus und damit stellte sich die Frage, was mit den restlichen „schwierig zu verkaufenden Bäumen“ geschehen soll. Statt die Bäume dem Häckseltod auszuliefern, sollen sie nun im Sinne von Dieter Mennekes eine bessere und nachhaltigere Verwendung finden.

Zur Aktion „fürlau’nbaumhaun“ sind alle Kirchhundemer eingeladen am Samstag, 11. Dezember, und Sonntag, 12. Dezember, jeweils von 14 bis 18 Uhr einen Weihnachtsbaum selber zu fällen.

Doch hier sollten einige Regeln beachtet werden: Nur wer ohne Auto (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) zum Gatter kommt, darf einen Baum schlagen. So soll Autoverkehr auf der nur für land- und forstwirtschaftlichen Betrieb freigegebenen Zufahrt verhindert werden. Gleichzeitig sollen die Interessenten entsprechend den Vorstellungen von Dieter Mennekes auf die Beine und in die Natur kommen. Die Autos können an der Flaper Kirche oder in der Nähe der Sekundarschule im Alten Feld geparkt werden und dann geht es in etwa 12 bzw. 17 Minuten zu Fuß zum „baumhaun“ oberhalb des Osterfeuerplatzes.

Um keinen Plastikmüll zu produzieren, wird darüber hinaus auch auf eine Netzmaschine verzichtet. Wer mitmacht, wird etwas Aufwand betreiben müssen um den selbstgeschlagenen, dafür aber kostenlosen Baum bis ins heimische Wohnzimmer zu bekommen.

Dabei hat sich die Flaper Mofa-Gang bereit erklärt, die Einhaltung der Regeln sicherzustellen und Menschen, die körperlich nicht in der Lage sind den Baum eigenständig zu bergen, die Teilnahme an der Aktion zu ermöglichen.

Es gilt die 3G-Regel.

Auch interessant

Kommentare