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Würdinghausen feiert den Tag der Deutschen Einheit

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Von: Dieter Dörrenbach

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Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Kirchhundem Würdinghausen
Die Geistlichen Reinhard Lenz (l.) und Dr. Jörg Ettemeyer (r.) mit Theo Melcher (2.v.l.) und Karl-Josef Cordes bei der Wiedervereinigung-Veranstaltung. © Dieter Dörrenbach

Gleich drei Deutschlandfahnen hatte der veranstaltende Dorfbrunnenverein Würdinghausen anlässlich des „Tag der Deutschen Einheit“am Dorfbrunnen in der Ortsmitte aufgestellt. Dort fand am Samstag, am Vorabend des bundesweiten Feiertages am 3. Oktober, die schon traditionelle und einzige Veranstaltung dieser Art im Kreis, statt.

Würdinghausen - Die Feier begann mit einem Erntedankgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Reinhard Lenz, und wurde mitgestaltet vom Kindergarten „Rappelkiste“.

Karl-Josef Cordes konnte neben dem Landrat und Festredner Theo Melcher, auch den ehemaligen Staatssekretär Hartmut Schauerte, Jochen Ritter MdL, Michael Färber, Gemeinde CDU-Fraktionsvorsitzender, den Ortsvorsteher Rainer Heitschötter und Werner Hesse mit dem Corona-Kreuz begrüßen. Die Kollekte des Gottesdienstes ging an das St. Elisabeth-Hospiz in Altenhundem.

In seinen Grußworten wies Karl-Josef Cordes noch einmal auf die Bedeutung des „Einigkeitstages“ hin. Das tat auch Theo Melcher zu Beginn seiner Festrede, indem er an die vielen jubelnden und strahlenden Menschen am Brandenburger Tor erinnerte. „Es sind Bilder, die haften geblieben sind, denn der Eiserne Vorhang wollte Systeme und Weltanschauungen trennen und trennte auch unbarmherzig Menschen voneinander, zerriss Familien und Freundschaften. Es war eine Mauer die verhinderte, dass Menschen und Ideen sich frei bewegen konnten.“ Die Wiedervereinigung nannte der Landrat einen grandiosen und märchenhaften Moment. Er lobte den Würdinghauser Dorfbrunnenverein, der seit vielen Jahren den Tag der Deutschen Einheit ausrichtet und somit einen besonders positiven Aspekt der deutschen Geschichte würdigt. „Sie zeigen damit Wertschätzung für die Entwicklung unseres Staates und Unterstützung für seine Werte“, so der erste Bürger des Kreises.

Am Schluss seiner beeindruckenden Rede ging Theo Melcher auch auf den Begriff Freiheit ein. „Niemand nimmt uns die Mühe ab, die es kostet, uns mit anderen Menschen zu arrangieren, unabhängig davon, ob wir sie persönlich mögen oder nicht. Man sollte sie grundsätzlich wertschätzen und ihr Leben als genauso wertvoll akzeptieren wie unser eigenes. Das ist die Grundlage, auf der unser demokratischer einheitlicher Staat steht. Vielleicht gelingt es uns ja, bereits heute auf diesem Fest, morgen auf der Arbeit oder übermorgen in der Nachbarschaft, neben allen Freunden und Familienmitgliedern, auch mit Menschen zu sprechen, mit denen wir noch nie gesprochen haben. Reißen wir unsere eigenen, inneren Mauern ein, heute, morgen, immer wieder!“

Das Friedensgebet sprachen Pfarrer Reinhard Lenz und Pfarrer Dr. Jörg Ettemeyer von der evangelischen Kirchengemeinde. Zum Schluss spielte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Brachthausen unter der Leitung von Andreas Regeling den Großen Zapfenstreich. Im Anschluss lud die örtliche Gastronomie wieder zum geselligen Verweilen ein.

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