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Jury der Berliner Festspiel nominiert Pavel Farkas

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Von: Inge Schleining

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Pavel Farkas nimmt am Treffen junge Musik-Szene teil
Pavel Farkas ist ausgewählt für das „Treffen junge Musik-Szene“ der Berliner Festspiele. © Privat

Die Berliner Festspiele bieten alljährlich jungen Talenten die Gelegenheit am „Treffen junge Musik-Szene“ teilzunehmen. Die Teilnehmer werden bundesweit von einer Jury ausgewählt – unter den Ausgewählten ist auch der 18-jährige Pavel Farkas aus Würdinghausen.

Berline/Würdinghausen - Vom 23. bis 28. November kann er im Haus der Berliner Festspiele gemeinsam mit drei Bands, drei Duos und sechs weiteren Solisten am Treffen teilnehmen. Geboten wird ein umfangreiches Workshop- und Diskursprogramm mit Profis sowie ein gemeinsames Konzert vor Publikum.

„Es ist eine super Sache für Anfänger im Musikbereich. Ich war wirklich glücklich über diese Nachricht“, sagt Pavel Farkas. Für den Wettbewerb hat er extra ein Stück komponiert – innerhalb von zwei Tagen war es fertig, so begeistert war er bei der Sache. Es ist dabei längst nicht das erste Stück, das er selbst komponiert hat. Sein Haupt- und Lieblingsinstrument ist die Gitarre, „aber eigentlich spiele ich mehrere Instrumente“, so der junge Musiker.

Angefangen hat alles in der Slowakei. Dort ist er geboren, sein Vater ist Musiker und hat in verschiedenen Bands gespielt, seine Mutter singt. „Ich komme aus einer musikalischen Familie, ich habe das im Blut“, erklärt Pavel Farkas lachend. Schon als Kleinkind hat er auf dem Piano „geübt“, mit sechs Jahren hat er in der Slowakei in einer Musikschule begonnen, Geige zu lernen. Später ist er dann zum Klavier gewechselt.

Vor acht Jahren folgte der Umzug nach Deutschland, hier hat sich Pavel Farkas auf die Gitarre konzentriert, denn ein Klavier stand zunächst nicht zur Verfügung. In der Musikschule Lennestadt-Kirchhundem hat er zunächst bei Peter Stolz Konzertgitarre gelernt, dann hat er die Jazzmusik kennengelernt. „Als ich das gehört habe, ich kann nicht beschreiben, was es mit mir gemacht hat“, so Pavel.

Er lernt bei Peter Autschbach und Alina Struwe, spielt Konzerte mit der Musikschule, tritt unter anderem beim 50-jährigen Jubiläum der Gemeinde auf. In der Corona-Zeit gab es wenig Auftritte, „aber jetzt fängt es wieder an“, freut sich der junge Musiker.

Mittlerweile hat er ein eigenes kleines Studio zuhause, komponiert eigene Stücke und spielt sie ein. „Es ist eine Mischung aus alter und neuer Musik, ich kombiniere zum Beispiel Jazz mit Elektro“, so Pavel Farkas. Und das kommt an – so gut, dass die Jury der Berliner Festspiele ihn ausgewählt hat.

Nun würde er seine Leidenschaft gerne zum Beruf machen und Musik studieren. Auch wenn er „nur“ die Mittlere Reife hat, kann er als junges Talent an einer Musikhochschule aufgenommen werden. Darauf möchte er sich nun konzentrieren und die Auszeichnung der Berliner Festspiele ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Seit 1984 lädt das Treffen junge Musik-Szene bundesweit talentierte Musiker im Alter zwischen 11 und 21 Jahren ein, ihre selbst komponierte, getextete oder auch selbst produzierte Musik zu präsentieren. Eine unabhängige Jury wählt aus allen Einsendungen die Preisträger aus, die zum Treffen nach Berlin eingeladen werden.

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