Eine Nacht im Iglu

Emilie, Zoé und Maja verbauten 98 Schneesteine und weihten ihren Iglu mit einem 'Eskimofrühstück' ein.

Ein besonderes Erlebnis hatten kürzlich Emilia, Zoé und Maja aus Kirchhundem. Sie schliefen eine Nacht in einem selbstgebauten Iglu.

Beim Bau des Iglus wurde Pappschnee in eine Plastikbox gefüllt und dann festgetreten, danach wurde die Box umgekippt, einmal auf die Seiten der Box schlagen, diese abziehen und fertig waren die Schneesteine im Format 60 mal 40 mal 25 Zentimeter. Diese Blöcke wurden dann in einem Kreis von knapp zwei Meter Durchmesser versetzt übereinander aufgeschichtet. Nach jeder Reihe wurden die gesetzten Blöcke angeschrägt, das Iglu sollte ja schräg nach innen zulaufen, Schnee als Mörtel auftragen und die nächste Reihe draufsetzen. Die Fugen zwischen den Blöcken innen und außen mit Schnee verputzen und ganz zum Schluss noch einen maximal 60 Zentimeter hohen runden Tunnel auf dem Boden des Iglus durch die Seitenwand graben. Insgesamt wurden so 98 Schneesteine verbaut und das Iglu dann am nächsten Morgen mit einem "Eskimofrühstück" eingeweiht. Dabei entstand dann die Idee, eine Nacht im Iglu zu verbringen.Plastikfolien, Teppichreste und Decken bildeten. Dann wurden Kissen, Schlafsäcke, Kuscheltiere, Taschenlampen und noch mehr Decken in das Iglu geschafft und noch ein Funkthermometer, damit Papa im Haus die Temperatur beobachten konnte und zur leichteren Konversation noch ein Haustelefon, denn man glaubt es kaum, aber so ein Iglu mit 40 Zentimeter dicken Wänden ist absolut schalldicht.

Funkthermometer für Papa

Nach diesen Vorbereitungen sammelten die Kinder Holz für ein Lagerfeuer. Und damit die Wartezeit bis zum Auflegen der Grillwürstchen nicht zu lange dauerte, wurde kurzerhand noch eine Nachtwanderung mit Taschenlampen eingebaut.

Als die Kinder von der Wanderung wieder kamen, konnten sofort die Würstchen auf der Glut gegrillt werden, dann noch etwas trinken, ab ins Haus zum Umziehen, Waschen und Zähneputzen und endlich konnte die Nacht im Iglu gegen 23.15 Uhr beginnen.

Wider allen Erwartungen hatten die Kinder keine Angst und schliefen auch schnell ein bis 5.40 Uhr. Dann war Zoé wach - ihr war kalt. Und der Schlafsack der in der Mitte liegenden Maja vom Tropfwasser im Fußbereich nass. Nur Emilia schlief immer noch wie ein Stein.

Nach einem Anruf im Haus trug Papa die Kinder und die Ausrüstung ins Haus zurück, holte Brötchen und dann wurde im Haus erstmal richtig gefrühstückt. Den Kindern hat es sehr viel Spaß gemacht und sie waren sich einig: Das war nicht die letzte Übernachtung in einem Iglu......aber das nächste wird größer....

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