Das „Kuckucksnest“ versorgt sich selbst mit Energie

Energie-Plus-Kindergarten

Stolz auf das Erreichte: Sanitär-Heizungs-Installateur Carsten Amzehnhof, Elektroinstallateur Hubertus Platt, Vorsitzende Elternverein Stephanie Sandholz (hinten v.l.) sowie Marcus Schüttler (vorne links) und der Geschäftsführer des Elternvereins, Stephan Schwermer.

Heinsberg. Ein Kindergarten, der sich selbst mit Energie versorgt, das gibt es im Kreis Olpe so zum ersten Mal. Der Ersatzbau erfüllt alle Kriterien, um als Plus-Energie-Haus zu gelten.

Zentrales Element eines Plus-Energie-Hauses sind große Fensterflächen nach Süden, die auch im Winter, bei tiefstehender Sonne, unverschattet sind. Dies stellte eine große Herausforderung an die Ausrichtung des Gebäudes auf dem schmalen Grundstück dar.

Die verwendeten Baumaterialien sind sorgfältig ausgewählt. Ökologische Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sollten selbstverständlich sein.

Auf dem Dach produziert eine Photovoltaik-Anlage Strom. Über ein Display, prominent im Eingangsbereich des Kindergartens platziert, wird der Ertrag jederzeit aktuell sichtbar gemacht. „Wir werden voraussichtlich mehr Energie erzeugen als wir verbrauchen“, ist Stephan Schwermer überzeugt.

Energiesparend und behindertengerecht

Der Brandschutz wurde durch ausgewählte Materialien und auch die Beachtung der strengen Vorgaben gewährleistet und durch eine Brandmeldeanlage abgerundet. Netzunabhängige Notbeleuchtung und Aufrechterhaltung der Systeme wird durch die Stromnotversorgung gesichert.

Zudem wurde der Kindergarten behindertengerecht gebaut. Insgesamt bietet der Neubau Platz für bis zu 70 Kinder - aufgeteilt in drei Gruppen, eine davon auch speziell für die U3 Betreuung.

Auf zwei Etagen mit insgesamt 600 Quadratmetern Fläche finden drei große Gruppenräume Platz. Einer davon ist mit einer Wasserspielecke ausgestattet. Waschräume, Toiletten, ein großer Bewegungsraum, „Matschschleusen“, in denen die Kinder ihre dreckigen oder nassen Sachen ausziehen können, dazu noch zwei Ruheräume, hier bleiben keine Wünsche offen. Ein Werkraum sorgt bei Hausmeister und Kindern für Begeisterung.

In der großzügigen Küche finden die Kinder der Übermittagbetreuung Platz. Das Essen wird von einer eigenen Kraft frisch zubereitet. Für Trinkwasser steht ein modernes Wassersprudelgerät bereit, das Wasser wird hier zusätzlich mit Ozon angereichert. Ein Platz zum Wohlfühlen, bei dem an alle Details gedacht worden ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare