Udo Arndt sichert sich nach Jungschützen- und Königswürde das Kaiser-Regiment

Erstes Triple in der Vereinsgeschichte

+
Die strahlenden Regenten im Jahr des 110-jährigen Bestehens des Schützenvereins Kirchhundem (v.l.): Das Kaiserpaar Udo und Susanne Arndt , das Königspaar Georg und Tanja Cordes sowie das Jungschützenkönigspaar Jannik Kampmann und Marie Arens.

Kirchhundem. Groß gefeiert wurde das 110-jährige Bestehen des Schützenvereins Kirchhundem. Vom Schützenfest-Freitag bis Sonntag zog es Jung und Alt, Einheimische und viele Gäste aus Nah und Fern zur Schützenhalle und zur Vogelstange. Hier wurden gleich drei neue Regenten ermittelt.

Den Auftakt des Jubiläumsfestes bildete das Kaiserschießen um die Nachfolge von Peter Kaufmann. Hier setzte sich mit dem 116. Schuss und nach 50 spannenden Minuten Udo Arndt gegen seine Mitbewerber Jochen König, Peter Henrichs, Jörg Helmer, Matthias Bette und Johannes Behle durch.

Kaiser zusätzlich für Verdienste geehrt

Der 55-jährige Dachdecker war vor 35 Jahren Jungschützenkönig und vor 25 Jahren König und ist somit der erste Kirchhundemer Schütze, dem das Triple gelang. Überhaupt war es das Fest für den neuen Kaiser, der sich seine Ehefrau Susanne zur Mitregentin erkor, denn am Abend wurde er für seine Verdienste um das Schützenwesen mit der ersten Stufe des SSB geehrt. Bereits seit 14 Jahren bekleidet der direkt neben der Schützenhalle wohnende Kaiser-Regent, der der Korporalschaft „Flapetal“ angehört, das Amt des Hallenwartes. Mit dem neuen Kaiserpaar freuen sich ihre Kinder Laura (17) und Christina (20). Zu seinen Hobbys zählt neben dem BVB natürlich der Schützenverein.

Die Preise sicherten sich Torsten Arens (Zepter), Matthias Hennemann (Krone) und Udo Arndt (Apfel).

Äußerst spannend verlief auch das Königsschießen, denn es wurde ein echter Zweikampf zwischen Georg „Schorschi“ Cordes und Bärbel Löcker. Doch „Taxi-Bärbel“ sollte nicht die erste Königin in der 110-jährigen Geschichte des Kirchhundemer Schützenvereins werden, denn Georg Cordes holte mit dem 197. Schuss nach 77 Minuten den letzten Rest aus dem Kugelfang. „Es war eine spontane Entscheidung“, so das Mitglied der Korporalschaft „Alter Bahnhof“, der am Samstag erstmals beim Vogelschießen teilgenommen hatte. Als Königin steht dem 43-jährigen selbstständigen Baumpfleger, der den Motorsport zu seinen Hobbys zählt, seine Ehefrau Tanja zur Seite. Mit dem neuen Jubiläums-Königspaar freut sich Sohn Maurice (14).

Ein Fall der besonderen Art ereignete sich 39 Minuten vor dem finalen Schuss von Georg Cordes, indem sich spontan der Schießclub „Butter bei de Fische“ gründete. Einer der neuen Gründungsmitglieder ist der neue König.

Die Insignien gingen an Tobias Grap (Apfel), Jens Gehrig (Zepter) und Benedikt Behle (Krone).

Jannik Kampmann wurde neuer König bei den Jungschützen und das gleich bei seinem ersten Versuch. Lukas Heimes und Laurin Assmann hatten das Nachsehen. Der neue 18-jährige Jungschützenregent gehört der Korporalschaft „Hundemtal“ an und ist Fahnenoffizier im Schützenverein. Zu seinen Hobbys zählt der Azubi zum Papiertechnologen, der sich seine Freundin Marie Arens (18) aus Deutmecke zur Mitregentin erkor, das Fahrradfahren, Feiern und seine Freunde.

Die Krone holte sich Felix Heimes, das Zepter Steffen Wesener und den Apfel der spätere König Jannik Kampmann.

Neben dem Vogelschießen und den Ehrungen bildete der große Festzug mit annähernd 600 Teilnehmern am Sonntagnachmittag das Highlight. Mit von der Partie waren befreundete Gastvereine, unter ihnen auch wieder die Hubertuskompanie aus Ratingen, und acht Musikvereine.

Festzug mit rund 600 Teilnehmern

Den vielen Besuchern bot sich ein beeindruckendes Bild als die Zugteilnehmer an der Ehrentribüne vorbei marschierten. Gekonnt stellte Georg Kaiser die einzelnen Schützen- und und Musikvereine vor. Viel Lob erhielten auch Nicolas Hille und Gerrit Jaspers, das neue Vorstandsduo der Kirchhundemer Schützen bei ihrer „Schützenfest-Premiere“. Sie stellten die Freundschaft in den Mittelpunkt des Hochfestes. „Wir danken allen für die tolle Teilnahme. Es war ein Fest voller Stimmung, Frohsinn und Geselligkeit mit vielen freundschaftlichen Gesprächen“, so das neue Vorstandduo, das sich keinen besseren Einstand wünschen konnte.

Schützenfest Kirchhundem 2018 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare