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Flurbereinigung kann starten

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Es ist offiziell: Karola Geiß-Netthöfel übergab den Förderungsbescheid an Alfred Bierhoff. Foto: Miriam Brüser
Es ist offiziell: Karola Geiß-Netthöfel übergab den Förderungsbescheid an Alfred Bierhoff. Foto: Miriam Brüser

Jetzt ist es offiziell und die Flurbereinigung in Brachthausen kann an den Start gehen: Der Zuwendungsbescheid wurde von Karola Geiß-Netthöfel, Vizepräsidentin der Bezirksregierung Arnsberg, an die Teilnehmergemeinschaft übergeben.

In der Schützenhalle wurde es amtlich, der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft und zahlreiche Mitglieder sowie Robert Zerhau, Hauptdezernent des Dezernates Ländliche Entwicklung und Bodenordnung freuten sich sehr über die zügige Bearbeitung des Antrages und die schnelle Genehmigung von Fördergeldern in der stolzen Höhe von 200.000 Euro. "Neben dem Straßenaus- und umbau soll das Geld auch in die Grüngestaltung innerhalb und außerhalb von Brachthausen fließen" so Zerhau.

Förderung durch Regionale 2013

"Außerdem sollen die Seitenbereiche der Straßen umgebaut werden. Dazu wird natürlich jeder Eigentümer befragt und mit einbezogen werden." Alfred Bierhoff, Vorsitzender des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Brachthausen war froh, dass das Projekt so schnell voran geht: "Vor zwei Jahren wurde die Ortsumgehung eingeweiht, seit dem haben wir hier in Brachthausen eine neue Qualität des Lebens. Die Flurbereinigung ist nun der nächste Schritt." Vizepräsidentin Geiß-Netthöfel zeigte sich vom bürgerlichen Engagement in Brachthausen beeindruckt. "Ich bin selber in einem kleinen sauerländer Dorf aufgewachsen und weiß, was solch Engagement bewirken kann."

Diese Zuwendung sei nur der erste Schritt, es könne viel erreicht werden. "Behalten Sie die Regionale 2013 im Kopf" appellierte sie. "Hier ist Dorfentwicklung ein Schwerpunkt von dem auch Sie profitieren können!" Natürlich war auch Michael Grobbel Bürgermeister der Gemeinde Kirchhundem gekommen, um zu gratulieren. Bei dem 200.000 Euro Förderbescheid wird es nicht bleiben, zwei weitere sollen noch folgen: Fördermittel in Höhe von 240.000 Euro für die Dorfentwicklung (40 Prozent Förderung) und 70.000 Euro für den Waldwegebau (70 Prozent Förderung), der über das Forstamt bezuschusst wird. Alle geplanten Maßnahmen haben zusammen ein Investitionsvolumen von rund 1.000.000 Euro, die Mittel stammen zum Teil von der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land NRW. Die verbleibenden Kosten tragen die Gemeinde Kirchhundem und die Eigentümer.

Geplant sind unter anderem: der landwirtschaftliche Wegebau, die Behebung von agrarstrukturellen Mängeln infolge der Umgehungsstraße oder die Neuordnung des Grundbesitzes der rechtlichen Verhältnisse, insbesondere bei der Beteiligtengesamtheit Brachthausen und den ehemaligen Altsohlberechtigten.

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