Frischer Wind

Karl-Heinz Kaiser gibt am kommenden Dienstag, 18. Januar im Gasthof Kordes in Hofolpe Informationen zum geplanten Windpark 'Alperstein-Buscheid'. Foto: dd

Karl-Heinz Kaiser aus Hofolpe plant drei Windräder auf dem 586 Meter hoch gelegenen "Alperstein-Buscheid", rund einen Kilometer von der Hohen Bracht entfernt.

Nach ersten Begutachtungen scheint dieser Standort lohnend zu sein, wie unter anderem eine Potentialanalyse der RWE ergeben hat. Die Zuwegung ist geeignet, ebenso die geplanten Standorte, die im Vergleich zu anderen Windparks relativ wenig Erdbewegungen und damit Eingriffe in die Natur erwarten lassen. "Der Schattenwurf und die Lärmemission beeinträchtigen keine Wohnbebauung auf Gemeindegebiet, sowie die Orte Bilstein und Kirchveischede", ist der 46 Jahre alte Diplom-Ingenieur Forst sicher. Der Anschluss an das Versorgungsnetz würde über eine 1,9 Kilometer lange, unterirdische Leitung zum Umspannwerk der RWE in Hofolpe erfolgen, dafür könnte die alte, stillgelegte Pipelinetrasse genutzt werden, so dass es nur geringe Eingriffe in den Baumbestand geben werde.

Geplant ist der Windpark als Bürgerwindpark, ähnlich den Modellen in Hilchenbach und Kleusheim. Für den Kreis Olpe würde der Bürgerwindpark ein Novum darstellen, denn an der Finanzierung der etwa zehn Millionen Euro können sich die Bürger durch Kauf von Anteilen beteiligen. Der Forstbeamte sieht im Klimaschutz ein wichtiges Thema für die Erhaltung der Natur, der Lebensgrundlage. "Auch die Gemeinde Kirchhundem muss sich verstärkt dem Klimaschutz zuwenden und auf ihrem Gebiet einen wirtschaftlichen Windpark zulassen", so der im Nebenberuf tätige Land- und Forstwirt. Voraussetzung für den Bau dieses Großprojektes ist die Ausweisung einer zweiten Wind-Vorrangzone durch die Gemeinde. Die Nabenhöhe der Windräder werden stolze 180 Meter betragen, die Rotordurchmesser 81 Meter. Jede der Anlagen soll 2,3 Megawatt Leistung erzeugen können.

Am kommenden Dienstag, 18. Januar, findet um 19.30 Uhr im Gasthof Kordes in Hofolpe eine Informationsveranstaltung statt. "Bevor ein entsprechender Antrag gestellt wird, möchte ich die Bürger und die Kommunalpolitiker umfassend informieren", so Kaiser, der sich wünschen würde, "dass man gemeinsam etwas für den Klimaschutz, die Natur und damit für unsere Lebensgrundlage tut und somit auch einen Beitrag zur finanziellen Zukunft unserer Gemeinde leistet."

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