Feinschliff an der Skulptur "Begegnung" vor dem Kirchhundemer Rathaus

Gautam lässt sich beim Arbeiten zuschauen

Gautam lässt sich gern auf "Begegnung" mit Passanten ein. Der Berleburger Bildhauer sucht den Dialog mit den Betrachtern seiner Arbeit. Foto: Hartmut Poggel

Kirchhundem -Passanten und Autofahrer können sich am Kirchhundemer Rathaus ab und zu wieder an einer filigranen künstlerischen Tätigkeit erfreuen.

"Stein ist keine Butter, durch die man hindurch schneidet, und damit ist alles ,gegessen`", sagt der Berleburger Bildhauer Gautam.

Im Gespräch mit dem SauerlandKurier erläutert er seine Arbeit. "Mein Auftrag von der Sparkassenstiftung lautete, die Skulptur ,Begegnung`beim ,Tag der Vereine`am 22. September 2019 zu übergeben. Das ist termingerecht geschehen, bedeutet aber nicht, dass die Arbeiten damit beendet sind." Das sei aber kein Geheimnis, sondern auch zwischen Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem so kommuniziert und abgesprochen worden. Die Skulptur ist ein Geschenk der Stiftung zum 50-jährigen Jubiläum der Gemeinde Kirchhundem.

"Zeitdruck gibt es nicht. Dazu kommt, dass ich wegen Corona in den Osterferien beispielsweise gar nicht arbeiten konnte, die wechselhafte Witterung tat ein Übriges."

Von Verzögerung kann also keine Rede sein, im Gegenteil: Gautams "Live"-Arbeit erfreut sich nach wie vor großen Interesses. "Das Thema ,Begegnung`passt zur Gemeinde. Es gab ja schon viele Spekulationen, wen die zwei im Gespräch Vertieften wohl darstellen könnten", schmunzelt Gautam, mit bürgerlichem Namen Herbert Kleinbruckner.

Darauf hatte auch Heinz-Jörg Reichmann, Vorstandschef der Sparkasse A-L-K, während der Präsentation an jenem 22. September verwiesen. Reichmann damals in seiner Ansprache: "Schon während seiner Entstehung hier vor Ort am Rathaus, haben Kunstwerk und Künstler zur Kommunikation der Bürgerinnen und Bürger untereinander, aber auch mit Rat und Verwaltung, beigetragen. Viel wurde spekuliert, wer die beiden dargestellten Personen sein mögen. Damit erfüllt das Kunstwerk seinen Zweck, und ich hoffe, dass dies auch weiter so sein wird. Es soll dazu anregen, die gemeinsame Sache im Blick zu halten – über alle Unterschiede und entgegengesetzten Interessenlagen hinweg. Es ist eine Einladung, sich bei unterschiedlichen Standpunkten zu verständigen und gemeinsam Lösungen zu suchen. Es erinnert an die Bereitschaft zum Perspektivenwechsel und die wohlwollende Unterstellung, dass beim gemeinsamen Ringen um den richtigen Weg alle ihr Bestes geben, und alle nur das Beste im Sinne haben."

Gautam nutzt Sandstein („Weiß Travertin“) aus Bad Langensalza in Thüringen. „Die helle, von Weiß in Gelb changierende Farbe passt perfekt zur Fassade des Rathauses“, nennt er als Grund für seine Steinwahl.

Übrigens: Gespräche mit dem Künstler sind von ihm ausdrücklich erwünscht.

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