Gemeinde Kirchhundem lädt ein zum interkulturellen Fest

Im Geiste der Brüderlichkeit

Rigo Hoppe von der Kirchhundemer Sozialverwaltung und Bürgermeister Andreas Reinéry (v. l.) vor der Kirchhundemer Weihnachtstanne.

Kirchhundem. Die Krisenherde weltweit lassen Menschen oft keine Wahl, die Heimat zu verlassen. Auch in die Gemeinde Kirchhundem fliehen Menschen vor Verfolgung, Krieg und Gräueltaten mit dem Wunsch nach Sicherheit und Frieden.

Kirchhundem bemüht sich um menschenwürdige Unterkunft, persönliche Hilfe und Zuwendung. Verschiedene Nationalitäten und Mentalitäten bringen naturgemäß Probleme mit sich, Enge und kulturelle Unterschiedlichkeit führen gelegentlich zu Reibereien und Ärger, das geht aus einer Pressemitteilung der Gemeinde hervor. Nicht so in Kirchhundem, wo die Menschen dezentral in Gemeindewohnungen, auch im freien Wohnungsmarkt wohnen. Es kommen 76 Gäste aus dem Kosovo, aus Guinea, Mazedonien, Pakistan, Afghanistan, Kamerun, Serbien, China, Marokko, Syrien, Eritrea, Türkei, Georgien, Marokko, Indien, Irak, Algerien, Albanien, Iran, und Ägypten – die Welt ist zu Gast.

Die Menschen brauchen mehr als ein Dach über dem Kopf, warme Kleidung, Bettwäsche und Möbel, Hilfe beim Übersetzen und dem Erlernen der deutschen Sprache, Hilfe bei Behördengängen, Arztbesuchen, dem Kennenlernen von Sitten, Bräuchen und Gesetzen.

Sie sollen nicht über Jahre Außenseiter und fremd bleiben, sondern sich in der Gemeinde willkommen fühlen.

Ein gemeinsames Kaffeetrinken zum Beispiel kann dazu beitragen, mehr voneinander zu erfahren, zu verstehen. Die Gemeinde hofft, dass es viele engagierte Menschen in gibt, die sich um diese Menschen sorgen, ihnen Gastfreundschaft, Ansprechbarkeit und Hilfe anbieten möchten.

Feier am kommenden Dienstag

Die Gemeinde Kirchhundem lädt daher zu einer interkulturellen vorweihnachtlichen Runde ein, um gemeinsam mit allen Asylbewerbern und Kirchhundemer Bürgern ein Fest der Begegnung zu feiern. Diese findet statt am Dienstag, 16. Dezember, ab 15 Uhr im Feuerwehrhaus Kirchhundem.

Ibrahim Oezogul, Inhaber der Firma Fortan-Systems Rohr- und Apparatetechnik in Welschen Ennest, sowie die Großbäckerei Reinhard Hesse aus Welschen Ennest machen mit ihrer Unterstützung dieses interkulturelle Beisammensein möglich. Auch die Kirchhundemer Sportvereine sowie die Sportjugend im Kreissportbund Olpe mit seiner Aktion „Bündnis für Freiräume“ helfen. Gerne werden kleine oder auch größere Geschenke, Spenden und praktische Dinge entgegen genommen, gerne aber soll jeder einfach so kommen, ein freundliches Willkommens-Lächeln ist das schönste Geschenk.

Bürgermeister Andreas Reinéry dankt allen Kirchhundemern für Sachspendenbereitschaft, wie Hausrat und Wäsche und würde sich freuen, wenn sich Ehrenamtliche finden, die mit Flüchtlingen und Asylbewerbern ins Gespräch kommen, mit gemeinsamen Aktivitäten das Leben in Kirchhundem bereichern.

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