Künstlerin Ute Scholl-Halbach gab die Anleitungen - mit vielen kleinen und großen Händen entstand ein „kleines Wir“

Grundschule Welschen Ennest setzt mit Mosaik Zeichen für Gemeinschaft

Die Grundschule Welschen Ennest setzte mit Hilfe der Künstlerin ein Zeichen für Gemeinschaft. Verena Gräbener und Frank Vollmer (rechts) von der Gemeindeverwaltung waren bei der „Vernissage“ begeistert.
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Die Grundschule Welschen Ennest setzte mit Hilfe der Künstlerin ein Zeichen für Gemeinschaft. Verena Gräbener und Frank Vollmer (rechts) von der Gemeindeverwaltung waren bei der „Vernissage“ begeistert.

Lange war nicht klar, ob das Mosaikprojekt der Gemeinschaftsgrundschule Welschen Ennest coronabedingt überhaupt realisiert werden kann - jetzt ist es geschafft: Die Schule strahlt mit den Kindern und allen fleißigen Helfern um die Wette.

Welschen Ennest - Nach langen, schwierigen und entbehrungsreichen Monaten sollte es einen positiven Schuljahresabschluss geben, da waren sich Lehrer, Eltern und Kinder einig. Aus diesem Gedanken heraus ist die Idee eines Kunstprojekts entstanden, dass nachhaltig zeigt, dass es auch in dieser schwierigen Zeit einen Zusammenhalt gegeben hat und zudem dieses vielleicht etwas verlorengegangene Gefühl wieder geweckt und gestärkt hat.

Mit Hilfe eines Crowdfundings bei der Volksbank und der Unterstützung des Fördervereins war die Finanzierung schnell gesichert. So haben alle gemeinsam in der vorletzten Schulwoche, angeleitet durch Künstlerin Ute Scholl-Halbach aus Wuppertal, die Schule mit Mosaiken verschönert. Mit vielen kleinen und großen Händen ist ein tolles Gesamtkunstwerk entstanden.

Das „kleine Wir“ kurz vor seiner Vollendung.

An verschiedenen Baustellen wurden Fliesen geschlagen, Mosaiken verlegt, verfugt, geputzt und gemalt. Zentraler Mittelpunkt war dabei die Figur des „kleinen Wir“ aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Daniela Kinkel. Dieses kleine Wuschelmonster steht symbolisch für die Schulgemeinschaft. Es wird größer, wenn die Gemeinschaft gut funktioniert und schrumpft, wenn es mal nicht so gut läuft.

Die Erstklässler sind sich einig, dass das „kleine große Wir“ im Mosaik jetzt so richtig gut zur Schule passt. „Rückblickend lässt sich sagen, dass die Zusammenarbeit das Wir-Gefühl und den Teamgeist gestärkt hat und gleichzeitig die Arbeit mit Mosaiken die Kinder zum Anfassen, Begreifen, Handanlegen, Selbermachen, Durchhalten, Fertigstellen und Staunen eingeladen hat“, so Schulleiterin Heidi Große Gehling. „Jeder konnte mit anpacken und seine Fähigkeiten und Ideen einbringen. Am Ende steht jetzt ein einmaliges Kunstwerk, dass immer daran erinnert, wie wertvoll Gemeinschaft ist. An dieser Stelle sei allen Spendern und Helfern herzlich gedankt. Ohne diese vielfältige Unterstützung wäre die Realisierung dieses einzigartigen Projektes nicht möglich gewesen.“

Bei der feierlichen Eröffnung bestaunten die Gemeindevertreter Verena Gräbener und Frank Vollmer die Kunstwerke und entwickelten bereits einige Ideen, an welchen weiteren Orten sie sich diese tollen Mosaike vorstellen könnten.

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