Erneut „Schwarze Null“ in Kirchhundem

Nur wenige Bürger an Kommunal-Haushalt interessiert

In Kirchhundem wurde jetzt der kommunale Haushalt der Öffentlichkeit präsentiert.

Kirchhundem. Die Gemeinde Kirchhundem hat in ihrem Haushalt im Jahr 2016 zum zweiten Mal in Folge die „Schwarze Null“ geschafft und das Haushaltssicherungskonzept erfolgreich abgeschlossen. Dieses Ergebnis stellten Bürgermeister Andreas Reinéry und der 1. Beigeordnete und Kämmerer Tobias Middelhoff in der Kirchhundemer Hauptschule der Öffentlichkeit vor.

Die glänzte allerdings weitgehend durch Abwesenheit: Drei Kirchhundemer wollten sich über den „Bürgerhaushalt“ informieren lassen. „Und wenn nur einer kommt, der Bürgerhaushalt ist zu wichtig, um darauf zu verzichten“, so Reinéry. Middelhoff nahm es mit Humor: „Wir haben gut gewirtschaftet und können leider kein Schreckensszenario liefern.“ „Wir schaffen erneut den Haushaltsausgleich und die Basis für gesunde, zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Gemeinde“, so Reinéry. Erstmals seit 2011 kann die Gemeinde wieder Rücklagen von fast 200.000 Euro bilden. „Wir legen einen authentischen Haushaltsentwurf vor und legen dabei Wert auf Glaubwürdigkeit, Relevanz, Seriosität und Verantwortung sowie konservatives Herangehen“, gab die Verwaltungssspitze zu verstehen. Im Haushalt für 2017 sind Ausgaben von 23, 895 Millionen Euro vorgesehen, die Einnahmen werden mit 22,969 Millionen Euro veranschlagt. 

Middelhoff: „Es wird 2017 keine Steuererhöhungen geben.“ Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben entspricht nahezu der gegenüber 2016 um rund 840.000 auf jetzt 7,83 Millionen Euro angestiegenen Kreisumlage. Investiert wird unter anderem in Straßenunterhalt (ca. 430.000 Euro), das Projekt „Gute Schule“ und das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept, um nur einige Positionen zu nennen. Der Abriss der „Pastoratsbrücke“ in Hofolpe schlägt 2017 und 2018 mit je 250.000 Euro zu Buche. Erfreulich für die Kirchhundemer Bürger: Die Verwaltung geht davon aus, dass der Breitbandausbau 2019 abgeschlossen ist. Aus dem Anschluss an die Datenautobahn entstehen den Einwohnern in der Gemeinde Kirchhundem keinerlei Kosten. 

Middelhoff blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Entwicklung für unsere Finanzen ist sehr positiv. Perspektivisch droht bis 2020 kein Rückfall in die Haushaltssicherung.“ Dennoch sei es nicht möglich, nach „fünf Jahren Haushaltssicherung“ alle Wünsche zu erfüllen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare